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Weileriu, Höherm aus; dann wäre der bestimmte sichre Abschlusswidersinnig. Für solche Stimmungen hatten die Allen ihre mixo-lydische Tonart.
Sie hat keinen vollkommnen Abschluss in sich selber. IhrSchluss geht von der Unterdominante aus, ist also Erhebungund nicht Senkung zu befriedigender Ruhe. Diese Unterdominanleist die Tonika des festen Ionischen; und auf der mixolydischenTonika selbst erbaut sich ein Dominant-Akkord, der uns nach einerandern Tonart, eben nach dem Ionischen, hinweiset. So dürfenwir das Mixolydische eine nicht selbständig gewordeneTonart nennen,- sie ist dem Ursprung nach ionisch. Das Ionischehat sich erheben wollen, es möchte entschweben, sich ver-klären , und sieht darum die Dominante als seinen tonischen Sitzan ; aber Begründung findet sich nur in der ursprünglichen ioni-schen Tonika und ihrer Harmonie.
Es ist, wie wir sehen, im Mixolydischen eine Verwechselungder beiden Pole, der Tonika und Dominante, in der Modulationselbst vorgegangen, ähnlich der in den plagalischen Tonreihenrücksichtlich der Melodie. Die plagalischen Melodien haltenbeweglichem, schwebendem, darum auch weichem und sanftemKarakter; aber durch die zutretende Harmonie wurden sie imHaupltone festgehalten und entbehrten weder des vollkommnenGanzschlusses, noch irgend eines wesentlichen Moments der Mo-dulation. Ungleich entschiedner und ausdruckvoller spricht der-selbe Sinn aus den mixolydischen Tonsätzen, in denen die ganzeModulation sich ihm zu eigen gegeben hat.
Wenn nun die mixolydische Tonart zwar eine für sich be-stehende, aber von dem Stammton , dem Ionischen, stets abhängigeund geleitete ist: so begreift sich auch ihre vorzugsweise Neigung,in das Ionische auszuweichen, und zwar oft schon in der erstenStrophe, z. B. in den Chorälen : Gelobet seist du, Jesu Christ, —Komm, Gott Schöpfer, heiliger Geist, und vielen andern; eine Wen-dung, die bekanntlich unsern Grundsätzen keineswegs entspricht.Wir haben in der Regel zuvörderst die Absicht, uns fest auf derTonika zu begründen, und wenn wir uns später erheben wollen,so treten wir (in Dur) in die Oberdominante ; die Alten aber hattenin ihrem Mixolydischen nicht feste Begründung, sondern ebenAufschwung, Entschweben über den festen Grund zu olfen-baren, und das geschah am entschiedensten durch den Anfang inder Unterdominanle. — Noch häufiger ist der Fall ionischer Aus-weichungen im weitem Verlauf mixolydischer Gesänge.
Aus gleichem Grunde nimmt nun auch das Mixolydische anden Versetzungen des Ionischen Theil. G mixolydisch geht (da esursprünglich C ionisch v 7 ar) wie C ionisch selbst in das F ionisch ;