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2. Der dreistimmige Satz.
Dieser ist, wie sich von selbst versteht, nicht nur au sich ton-und barmoniereicher, sondern erlaubt auch reichere und freiereAusführung der Stimmen. Denn die zwei bei ihm zu Gebotestehenden Stimmen sind schon mächtig genug, dem Ganzen be-stimmten Karakter zu ertheilen, wenn wir uns etwa veranlasstsehen, in ihrer Führung über das Nothdürftige hinaus zu gehen.Und da uns reichere Ausbildung der Stimmen gestattet ist, sohaben wir auch in ihr ein wichtiges Mittel, durch Fülle in den ein-zelnen Stimmen zu ersetzen, was uns an Vollzähligkeit der Akkord-töne etwa abgehen möchte. Harmonische ßeitöne, Vorhalte undDurchgänge werden unsern Harmonien genugthun und zugleich dieStimmen melodisch vervollkommnen.
Hierbei darf aber die Rücksicht auf den Karakter des Choralseben so wenig aus den Augen gelassen werden. Eine dreistimmigeBehandlung des vorstehenden Choraltheiles erinnere uns vorläufig,dass oft die grösste Einfachheit auch bei drei Stimmen herstellbarund genügend sein kann ;
487 Diskant.
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von dem in No. 476 Gegebnen ist wenig verloren gegangen.
Reicher und beweglicher haben sich die Stimmen in der fol-genden Behandlung des in No. 489 bearbeiteten Chorals aus-gebildet.