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1 (1852)
Entstehung
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einem Bass, zwei männlichen und einem Diskant u. s. w., nach-geht, die man der Idee eines Tonsliicks zusagender finden könnte.

ln allen diesen Fällen wird man zunächst solche Wege derHarmonie einschlagen, für welche die zwei oder drei Stimmen nocham besten genügen können. Manche sonst statthafte und sinnge-mässe Wendung wird geopfert, manche ergriffen werden müssen,die sonst nicht die vorzüglichere gewesen wäre. Jedenfalls wirdman aber verdoppelte Achtsamkeit auf die Stimmführung wendenmüssen ; denn je weniger Stimmen, desto deutlicher wird jede mitihren etwaigen Fehlern und Vorzügen vernommen.

1. Der zweistimmige Satz.

Im zweistimmigen Salze muss die eine der Choralmelodie zu-tretende Stimme sehr einfach geführt werden, wenn sie nicht inzu starken Gegensatz gegen sie treten soll. Am besten beschränktman sich auf die nächstnöthigen Intervalle und hält die Stimmenmöglichst zusammen. So könnte der Choralsatz No. 476 zwei-stimmig in dieser Weise

9

9 m

behandelt werden. Dass die zweite und dritte Strophe mit einemVorhalt anheben, geschieht in der Voraussetzung, dass bei denStrophenschlüssen gar kein oder nur ein geringer Absatz gemachtwird.

Hat man besondre Gründe, zwei von einander entfernte Stim-men zu nehmen, die doch nicht innig mit einander verschmelzen,so scheint es besser , der zuzusetzenden Stimme einen eigenthüin-lichern Gang zu geben. Der obige Satz würde für Diskant undAlt, oder Tenor und Bass geeigneter sein, als etwa für Diskantund Bass, den letztem eine Oktave tiefer gesetzt. Für diesenwäre folgender Gang

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oder ein ähnlicher seinen eignen Weg gehender im- Allgemeinenvorzuziehen, obgleich durch ihn die beiden ersten Strophen mitDreiklängen ohne Terz schlössen.