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gemäss verfahren, oder auch, warum und mit welchem Rechte vonihnen abgegangen ist. Die beiden ersten Akkorde und die beidenersten Töne der Oberstimme lagen am nächsten. Mit letztem warauch die Richtung der Oberstimme nach oben gegeben. Sollte dieseStimme nun mit dem dritten Ton des Cantus firmus nach c gehen?das hätte in einen Fehler, oder zu früh nach Z?dur geführt. Manging also durch c nach d, und nahm nun einen Aufschwung, umdie Melodie zu beleben und sie dem Cantus firmus besser entgegenzu setzen. So das Uebrige.
C. Der Cantus firmus im Masse.
Die Versetzung des Cantus firmus in den Bass bringt in denmeisten Fällen eine Unannehmlichkeit mit sich , die nur versteckt,nicht vermieden werden kann. Da nämlich die Choralmelodien ur-sprünglich als Ober- oder Tenorstimmen erfunden sind, so schlies-sen sie fast durchgängig mit einem Sekundenschritte, — z. B.obige Melodie mit c-d, c-b, a-g, — und nur selten mit einemQuarten- oder Quintenschritte. Daher ist es, wenn der Cantusfirmus Bass wird, meistens unmöglich, einen vollkommnen Schlusszu bilden, zu dem (nach unsern bisherigen Begriffen) der Bassvon der Dominante auf die Tonika schreiten müsste. Am miss-lichsten ist dies, wenn der unvollständige Schluss das Ende einesTheils, oder gar des Ganzen trifft, und auch das wird meistensder Fall sein.
Wie können wir nun unsre geschwächten Schlüsse befestigen?— Zunächst durch Verlängerung; dann durch die Figur des Orgel-punktes. Natürlich werden wir aber von beiden Mitteln nur einge-schränkten Gebrauch machen dürfen, wenn nicht durch sie dasGanze gedehnt und überladen werden soll. Vorzüglich zu Endewerden wir einen kurzen Orgelpunkt anwendbar finden, und auchda, nach dem Sinne der Komposition, nicht immer.
Als Beispiel solcher Behandlung diene unsre erste Choraline-lodie, No. 450. Sie ist eigentlich wegen ihrer hohen Tonlage we-niger dazu geeignet; es kommt also darauf an, wie wir uns überdiesen Missstand hinweghelfen können?
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