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Zuvörderst haben wir hier den Cantus firmus mit tiefem Okla-ven verstärkt, ein Zusatz, der im Wesentlichen keine Aenderunghervorbringt. —
Der Modulationsplan ist der frühere von S. 322; nur die drilleStrophe hat eine Abänderung erleiden müssen. Nach bekanntenGrundsätzen hätte diese Strophe auf f, nämlich entweder mit einemHalbschluss in Z?dur, oder mit einer Ausweichung nach Fdurschliessen sollen. Allein wie wäre dies hier ausführbar gewesen?Der Schlussion des Cantus firmus im Basse (c nämlich) hätte unsja genöthigt, mit einem Quartsext-Akkorde zu enden! — Wirmussten ihn vielmehr als Grundton behandeln, folglich in der Pa-rallele der Unterdominanle schliessen.
Hier sind wir nun auf dem Punkte, von dem aus das ganzeVerfahren anschaulich wird. Es ist klar, dass uns durch den in denBass gelegten Cantus firmus nichts gegeben wird, als eine me-lodisch geordnete Reihe von Tönen, auf denen wir Akkorde er-richten, über denen wir drei verschiedne Stimmen möglichst melodischführen sollen. Wo also nehmen wir vor Allem die Akkorde her! —
Jeder Basston kann Grundton eines Dreiklangs, Septimen-oder Nonen-Akkordes, — er kann irgend ein andres Intervall ineinem umgekehrten Akkorde, er kann einer der akkord-fremden Töne sein — Vorhalt, Durchgang, Vorausnahme. Waswählen wir aus alle dem? Zuerst wiederum das, was nach demModulationsplane das Nothwendige, dann, was das Nächstliegende,oder was das Zweckmässigste für den besondern Fall ist. Soschliesst z. B. unsre erste Strophe mit dem Dominant-Akkord (inder Umkehrung) und Dreiklang; sie beginnt mit dem Dreiklangder Dominante (anscheinend in FAur ), lässt unter liegenbleiben-dem Bass den Dominant-Akkord dieser Tonart folgen, und geht