Druckschrift 
1 (1852)
Entstehung
Seite
322
Einzelbild herunterladen
 

522

Schlussakkord angehörig zu behandeln und den einleitenden Akkordauf den vorhergehenden (drittletzten) Ton zu legen, wie hier

. -f)-1- i - .

( -y-*- d ï

-H-1---

i -rav # - i if 3rr ih t - 2 ~ii

npr m z

^ r 4

H i i i

j-OJ

' fi* e

\i a~~::

-8? -h

hei a , oder die ganze Schlussformel an die beiden letzten Töne zuknüpfen, wie bei b.

Nun erst fragen wir, welcher von allen möglichen Schlüssenin jedem besondern Falle vorzuziehen ist.

Betrachten wir nach dieser Anleitung vorläufig einige Choräle,zuerst den: Ich singe dir mit Herz und Mund.

3=^

i-fr-r

_±_:Sr».

-t . ,

:ß-f~ß-ßC

-©C

Jtölzt

-*-

EFS

Vorzeichnung und Schlusston zeigen die Tonart Z?dur; der Schlusskann vollkommen regelmässig mittels des Dominant-Akkordes ge-sehehn. Allerdings war es auch möglich in Cmoll zu scbliessenund die Vorzeichnung würde bekanntlich auch dieser Tonart ent-sprechen. Aber der Schluss würde ein unvollkommner sein; undüberdem sehn wir allenthalben fi in der Melodie, während Gmollnicht f sondern fis hat.

Der Choral enthält vier Strophen, deren zwei und zwei sichschon durch die Länge, dann aber auch durch die letzte Tonfolge(Strophe 2 und 4) gleichen. Da nun auch die zweite Strophe einenSchluss in der Dominante zulässt, so dürfen wir die zwei erstenStrophen als ersten Theil des Chorals auffassen*).

Die erste Strophe bietet denselben Schluss dar, im Haupttone.Sie könnte auch in der Parallele (Gmoll) scbliessen, und es würdedabei nichts thun, dass der Schluss ein unvollkommner wäre, mitder Terz in der Oberstimme des letzten Akkordes. Nach den Mo-

*) In diesem Fall hat die Abgränzung eines ersten Theils keinen weiternVortheil für die Behandlung, als dass sie sogleich die Modulation bestimmt, lnumfassendem und verwickeltem Fällen ist der Vortheil entschiedner.