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genommen worden, als sich eben zunächst und ohne zu grossen Zwangergeben wollten. Unstreitig lassen sich noch mehr Stimmen übereinander thürmen. So ist hier —
die erste Behandlung von No. 438 zu einer zehnstimmigen, — oderwenn man den Halteton mitrechnen will, zu einer elfstimmigenausgedehnt worden. Aber, vieler Uebelstände im Einzelnen nichtzu erwähnen, ist nicht zu leugnen, dass die neuen Stimmen, be-sonders die neunte und zehnte, sich nur gezwungen durchhelfen,und nur hin- und hergehn zwischen den schon in andern Stimmenbesser gegebnen Tönen. Jemehr Stimmen man erzwingen wollte,desto mehr würden alle diese Uebelstände”) wachsen, ohne dassetwas wesentlich Neues oder Besseres zu hoffen wäre. Ja, wennman auch für obige oder andre Sätze manche bessere Wendungträfe, so würde doch das Gewirr so vieler Stimmen im Ganzenkeine bessere Wirkung aufkommen lassen. Vorhalte und Durchgänge,die so hülfreich sind, den innern Zusammenhang einer Stimme zubefestigen und hervorzuheben, würden bei vielstimmigem Satze dieSchwierigkeit und Verwirrung nur steigern.
Um nun, wenn einmal vielstimmig geschrieben werden soll,möglichste Klarheit und Leichtigkeit zu erlangen, thut man wohl,wo es nur immer angeht, zwei oder drei Stimmen mit einandergehn zu lassen in Terzen, Sexten u s. w. und die so miteinander
*) Dass es schon in den vorstehenden Sätzchen nicht an dergleichen fehlt,mag der Sextseptimen-Akkord zu Anfang des zweiten Takts im zweiten Bei-spiel No. 438 lehren. Er ist regelmässig gebildet; doch wird die Umkehrungeines Nonen-Akkordes bei so viel Stimmen verwirrt klingen, oder wenigstensden Grundton ganz ersticken.
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