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gehenden Stimmen wo möglich auch neben einander zu stellen, sodass sie für sich eine feste, unterscheidbar sich absondernde Masse,gleichsam einen besondern kleinen Stimmchor im allgemeinen gros-sen, bilden. Einen solchen Chor bilden in No. 438 in a , h und d(besonders deutlich im letztem) die Stimmen 1, 3, 4; in c dieStimmen 1, 6, 3, ; ausserdem in a die Stimmen 5 und 6, und inb die Stimmen 8, 5, 6. Wo dergleichen verbundne Stimmensich anbringen lassen, müssen sie zunächst nach der Ober- undBassstimme gesetzt werden. So sind hier, wie die Ziffern andeu-len, —
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nach dem Basse sogleich die Stimmen 3 und 4 gesetzt, die mit derOberstimme Sextakkorde bilden und als geschlossne Masse klarhervortreten. Nun war eine zweite, entgegengesetzt gehendeMasse wünschenswerth, die sich in den Stimmen 5, 6 und 7, aberfreilich weit weniger geschlossen, bildete; die übrigen Stimmenwurden zugesetzt, so gut es gehn wollte. Bei diesem und denvorigen Sätzen deuten die Vorgesetzten Ziffern an, in welcherReihenfolge die Stimmen gefunden sind. Es versteht sieh von selbst,dass man nicht immer, wie im letzten Beispiel bei den Stimmen 3und 4. eine Stimme ganz zu Ende geführt und dann die andrebegonnen hat. Dies geschieht nur, wo die Führung besonders gün-stig ist (wie im letzterwähnten Fall) oder wo eine Stimme sichbesonders leicht durchsetzen lässt, wie z. ß. die achte in No. 438.Anderswo ist es leichter oder gerathener, zwei Stimmen gleich-zeitig durchzuführen. So wurde in No. 439 bei dem tiefen Herab-steigen der neunten Stimme im zweiten Takt eine Mittelstimmezwischen ihr und der Melodie rathsam. Man ging also auf denAnfang zurück, fügte die zehnte Stimme ein und führte diese mitder neunten durch den zweiten Takt zu Ende.
Hier folge noch eine sechsstimmige Behandlung des SatzesNo. 433 mit wenigen Veränderungen der Oberstimme.
Marx, Komp. L. I.-4. Aull. 20