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und Fernerliegende hat nur Kraft, insofern es als äusserste Folgeeines zusammenhängenden, organisch erwachsenen und gereiftenGanzen erscheint und sein Wesen ganz ausspricht. Ausser diesemZusammenhang, an die Stelle früherer, dem Stamm näherer Bildun-gen geschoben, ist es ohne Kraft und Folge. —
Auf der andern Seile ist aber hier nochmals vor der falschenRegelmässigkeit, vor dem Gehorsam gegen den Buch-staben der Regel zu warnen, der nicht dazu kommen lässt, denSinn und Grund, und damit auch die Gränzen der Regel zu fassen,— der vergessen lässt, dass derselbe Sinn und Geist, derdie Regel aufgefunden, auch uns verliehen, auch in unsdas Lebendige, Unentbehrliche ist, dass wir Regel und Kunst nurdurch unsern eignen Geist und Sinn fassen, dass endlich doch nurunser Geist die letzte Entscheidung geben kann, so gewissenhafter sich auch durch Erwägung der Regel, durch eignes Forschenund Sinnen vorbereitet haben muss. Jede künstlerische, jede freieNatur hat das ßedürfniss, zuletzt sich selbst frei zu be-stimmen; frei von der Unbehülflichkeit und unzuverlässigenWillkühr der Unbildung, und frei von jedem Gesetz, das ihr nichtzu eigner, innrer Wahrheit geworden ist; — frei von unvollendeterWildheit und unvermögender Knechtschaft. —