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einen neuen Mischakkord h- des -/- as , der bei a in den zuvor ge-zeigten Dreiklang zurückgenommen wird, bei b sich normal aullöst,bei c ebenfalls, — nur mit offenbaren Quinten in den U li-ters ti m m en, — bei d eine von den mancherlei anwendbaren en-harmonischen Wendungen nimmt.
Hier nun, (in No. 429, c) sind wir — übrigens auf klar über-sichtlichem Wege von d-ßs-a-c über ßs-a-c-es mittels Durch-gangs von a abwärts — zum Schluss auf Akkordfolgen geführtworden mit bewusst gesetzten Quinten, die wir Anfangs entschie-den und sorgfältig haben vermeiden sollen. Fragt man zunächstunbefangen sein Gefühl, so wird man die Fortschreitung derAkkorde bei c nichts weniger als verletzend, man wird sie, beson-ders bei sanftem und weilendem Vortrage milder als die vollkom-men normale Führung bei b und freier als den verkümmerten Rück-schritt bei a empfinden. Mozart hat den sanft verschwebenden,verklärenden Klang dieser Quintenfolge lief empfunden, als er —damals selbst der zärtliche Bräutigam seiner Konstanze ! — inBelmonte’s Arie (in der Entführung) bei dem Liebesrufe ,,Konstanze !“sie zum dem Gesänge erweckte. Und wenn in der Vestalin Lici-nius, in Liebe und Verwegenheit erbebend, in der Mondnacht, imTempel am Altäre der strengen Göttin seine ,,Julia!“ ruft: so fandauch Spon lini keinen andern Klang in seiner Brust, als jenen.
Warum aber sind wir jetzt berechtigt, solche Fortschreitun-gen zu unternehmen, die wir Anfangs uns versagt haben? Nichtblos, weil wir sie nun als wohlklingend und brauchbar befundenhaben; —denn auf diese Entdeckung hätte uns schon längst, gleichAnfangs, der Zufall bringen können. Sondern: weil wir jetzt involler Konsequenz darauf geführt worden sind , und weil uns nichtUnbehülflichkeit, sondern vielmehr gegründete Ueberlegung daraufführt, nachdem wir alle andern Wege zu demselben Ziel ebenfallsschon kennen.
Dies ist der Punkt, von dem aus bei lebhaftem, aber ununler-richteten Geistern der verderblichste Irrthum ausgeht; der verderb-lichste, denn er raubt leicht den Begabtem die ihnen von der Na-tur zugedachten Früchte. Die entlegnem und desshalb unregelmäs-sigem Gestaltungen erscheinen ihnen als das Neuere und Reizen-dere , auch darum wohl als das Genialere. Aber dieses Neuere