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1 (1852)
Entstehung
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293
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Zuvor in No. 421 , war der Dominant-Akkord durch Erhöh-ung der Quinte verwandelt; versuchen wir das Umgekehrte, dieQuinte mittels Durchgangs zu erniedrigen.

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Dies ist bei a geschehn, bei b haben wir den Durchgangstondes gleich an die Stelle des eigentlichen Akkordtons gesetzt undeinen neuen Akkord g-h-des-f gebildet, der sich vom Do-minant-Akkorde durch die erniedrigte und nolhwendig abwärts ge-hende Quinte (denn sie war ja ursprünglich ein Durchgang von dabwärts nach c) unterscheidet und den man hier mit allen seinenUmkehrungen sieht*). Uebrigens wird man leicht gewahr, dass dieseund ähnliche Akkorde nicht in jeder Lage günstig erscheinen. Un-günstig sind alle Lagen, in denen der besonders aulfallende Ton (des)

*) Auch dem bei b aufgewiesenen Akkorde bat man einen schönen Namenangehängt ; man nannte ihn den Akkord der grossen oder besser der üb er-mässigen Sexte, weil zufälligerweise die Sexte des-h zuerst die Aufmerk-samkeit anzog; man übertrug sogar denselben Namen auf den No. 428 gezeigtenAkkord, dessgleichen auf einen andern Durchgangsakkord des-f-as-h (der nachNo. 429 aus d-f-as-h durch Erniedrigung des d gemacht wird) und warf soeinen Sext-Akkord, einen Terzquart- und einen Quintsext-Akkord unter eineRubrik. Aber dieser Name ist nicht blos überflüssig, er ist auch unsystematisch,irreleitend und unzulänglich. Denn erstens wird mit demGattungsnamen Sext-Akkord stets die erste Umkehrung eines Dreiklangs, nicht eines Septimen-Akkordes bezeichnet. Zweitens ist es nicht die Sexte des-h, sondern blosder Ton des, der fremd und darum Aufmerksamkeit erregend eintritt; eskönnte sogar in einem solchen Akkorde das h ganz fehlen, z. B.

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Adagio.

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ohne dass im Wesentlichen sich der Akkord änderte. Drittens passt derName auf dieselben Akkorde nicht, wenn man des über h setzt ( h-f-des ,g-h-f-des, h-f-g-des, h-f-as-des u. s. w.), weil dann natürlich die Sextedes-h gar nicht vorhanden ist. Man hat also drei ganz ve r sc h i e d n en Ak-korden einen Namen gegeben, der auf zwei derselben gar nicht an-wendbar und bei verschiednen Lagen ein- und desselben Akkordes nichteinmal scheinbar veranlasst ist.