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Fünfter Abschnitt.
Der übermässige Dreiklang.
Wir wenden uns nun zu dem ersten der Mischakkorde zurück,dem einzigen, der einen allgemein anerkannten Namen hat. Erist uns schon als einer derjenigen bekannt, die in der That ihremTongehalt nach einer bestimmten Tonart angehören und die wirnur darum in die Reihe der Mischakkorde stellen, weil sie jenerTonart nicht wesentlich sind und in andern Tonarten häufiger ge-braucht, da aber aus Durchgangstönen hervorgerufen werden. Hier-mit ist auch der Weg, den die Erörterung nehmen wird, bezeichnet.
1. Der übermässige Dreiklang als Harmonie des MolltongescJilechts.
Der genannte Akkord ist einheimisch in derjenigen Molltonart,deren Tonika eine kleine Terz unter seinem Grundtone liegt*),z. ß. c-e-gis in ^moll. Hier kann er im Gefolge des tonischenDreiklangs, gleich einer blossen durch einen Hülfston verändertenWiederholung erscheinen, wie bei a,
a. | Mill 1>- I
411
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c. |
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wiewohl dann in den meisten Fällen Dominant-Harmonien, wie beib, vorzuziehn sein werden ; oder er kann, wie hei c, nach einerDominautharmonie, oder endlich, wie hier in einem Einleitungssalze,
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selbständig, ohne Entwickelung aus einem vorhergehenden Akkordauftreten. Ist er einmal da, so kann seine Quinte gleich einemVorhalt von oben oder Hülfston in die Tonika emporsteigen, wiehier bei a,
*) Man bezeichnet dies auch durch den Ausdruck : er hat seinen Sitz aufder dritten Stufe in Moll, •— ein Ausdruck, der an sich unverwerflich ist, wo-fern man sich nicht durch ihn zu jener systemlosen Aufschichtuugsweise ältererIlarmoniker hiniiherlocken lässt, auf die der Anhang I hindeutet.