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1 (1852)
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auch lastender, am meisten die dritte. Weitere Auseinandersetzungund Anleitung scheint um so weniger nöthig, als wir von Melodien,die blos zur Uebung angefertigt sind, zu solchen übergehn, diedem Kunstleben selber angehören 41 ).

Zunächst haben die Durchgänge und Hiilfstöne den Tonreich-thum unsrer Sätze, dann den lindern und geschlossnern Gang uus-rer Stimmen gesteigert, endlich und das erschien als das Be-deutsamste von der Ueberlast stets geschlossner Akkordreihenbefreit. Allerdings können durch überhäufte Anwendung der Durch-gänge Melodien, die Anfangs zu eckig waren, jetzt allzusehr ab-geschliffen, es kann mancher Karaklerzug besonders desBasses, der gern markig, entschieden, in grossem Schritten ein-hergeht verwischt werden. Vielleicht wäre das schon dem SatzeNo. 276 zum Vorwurfe zu machen, wiewohl man über den Gradweicherer oder schärferer Stimmführung gründlich nur aus demSinne jedes Tonstücks urtheilen kann und hierzu erst Aufgabenvon bestimmtem Karakter erwartet werden müssen.

Der entscheidende Fortschritt bleibt aber allerdingsder, dass wir nun nicht mehr genölhigt sind, jedem Melodietoneinen Akkord aufzuladen, dass wir neben der Harmonie harmonie-freie Töne haben. Hiermit treten wir aus dem Joche der Akkor-dik frei heraus]; unsre Harmonie löset sich auf in vier Stimmen,deren jede sich frei in melodischer Weise entfallen kann,gestützt auf Harmonie, nicht aber an sie gefesselt.

Dieses Stimmwesen kann sogar, am rechten Orte, vorherr-schen vor dem Akkordwesen. So schreibt Mozart in derZauberflöte Folgendes

in einem raschen leicht bewegten Satze. Man erkennt, dass dieAchtel g-k Takt 2 eigentlich der Akkord g-h-d sind, der inden Oberstimmen aber durch zwei Vorhalte, a und c, aufgehalten

41) S i e b e n u n d d r eis s i gs t e Aufgabe: Bearbeitung der in der Bei-lage XVII gegebnen Melodien.

Vierter Abschnitt.

Weitere Wirksamkeit der Durchgänge.

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