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1 (1852)
Entstehung
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getrennt ist; die fremden Harmonien rücken ohne alle Scheidewandan einander.

In No. 311 , a und 312 haben wir den entschiedensten Fallvor Augen, nämlich den unvorbereiteten Eintritt der tonischen Har-monie einer fremden Tonart. Dass ebensowohl jede andre Harmo-nie , z. ß. der Dominant-Akkord einer fremden Tonart auftretenkönnte, versteht sich von selbst und zeigt No. 311, b.

Alle diese besonders die von No. 306 an aufgewiesnen Ue-bergangsarten fassen wir unter dem Namen der sprungweisen Mo-dulation zusammen. Wir bedürfen ihrer, wie gesagt, jetzt nicht,und noch weniger kann es. einer Uebung für sie bedürfen, da sieganz in der freien individuellen Bestimmung des Tonsetzers liegen.Wohl aber sind sie uns schon hier, ehe wir sie in unsern Kompo-sitionen gebrauchen, wichtig, um unser System wieder nach einerSeite hin abzuschliessen.

Die Natur selbst (Anm. S. 193) hat uns darauf hingewiesen,von einer Tonart zur andern, wie auch (S. 57) von einer Harmo-nie zur andern in stetiger Verbindung fortzugehen, und diese Ver-bindung, dieser Zusammenhang des Zusammengehörigen, erscheintauch als nächste vernünftige Foderung unsers Geistes, wär ihmselbst jener Nalurzusammenhang unbewusst. Aber unser Geist kannsieh auch von dem Naturbande loslösen, die nächsten, ja zuletztalle Mittelglieder des Zusammenhangs verschweigen und verhüllen,und in grossartigem oder heftigem Fortschritte das Ferne und Ent-legenste erreichen. Dem entsprechen dann die unzusammenhängen-den Modulationen.

Neunter Abschnitt.

Der Orgelpunkt.

Wir haben nunmehr eine Masse von Harmonien entwickeltund die Möglichkeit erkannt, alle beliebigen Tonarten mit ihrergesammten Modulation zu einem einzigen einheitvollen Satze zuverbinden. Machen wir von dieser Kraft nur einigermaassen ausge-dehnten Gebrauch, so entsteht ein Uebergewicht der Bewegungs-masse gegen die beruhigende Masse des Haupttons, das noch weitstärker ist, als das der ausgearbeiteten Tonleiter (S. 51) gegen dieTonika. Damals fanden wir in der ersten harmonischen Masse eineVerstärkung der Tonika. Jetzt möchten wir eine ähnliche Verstär-kung für den Hauptton finden.

Welcher - ist denn eigentlich der Anfang und Ursprung allerBewegung? Der Dominant-Akkord; wir haben dies im