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bestimmt in Vorder- und Nachsatz zu zerfallen, oder, wenn diesgescheht! soll, den Vordersatz schon in den Hauption zu führen*).
C. Kreitheilige Konstruktion.
Bis jetzt haben wir mit dem Haupttone die Dominant- oder Pa-ralleltonart verbunden, also die nächstliegen den Schritte alsdie angemessensten und nölhigsten, wie immer. Hiernach griffenwir zur Dominantentonart der Dominante oder Parallele, als näch-stem Beistände jener Nebentonarten, und zur Tonart der Un-terdominante, als nächstem Beistände der Hauptionart.
Wollen wir noch weiter gehn, so werden wir wiederum vorandern an die nächstverwandten Tonarten gewiesen; dies sind dieParalleltöne des Haupttons und beider Dominanten. Hieran erstwürden sich im Vorbeigehn fernere Modulationen schliessen ; dasswir aber aus besondern Gründen auch von diesem Weg abgehnund fernere Tonarten statt der nähern wählen können, ist demfreisinnigen und erfahrnen Beobachter nun schon klar.
Unsre bisherige Errungenschaft ist nicht so reich und nachallen Seiten hin behandelbar, als dass wir von der Entfaltungder Modulation für jetzt einen andern praktischen Gebrauch ma-chen könnten, als den:
Liedesgrundlagen
zu entwerfen, wie wir schon früher für satz- und periodenförmigeLiedsätze gethan.
*) Die oben gezeigten Modulationen sind keineswegs die einzig zulässigen,sondern nur die nächsten und darum am häufigsten zur Anwendung kommenden.
Nächst ihnen eröffnet sieh eine zweite Reihe von Modulationen, die manunter dem Namen Modulation der Medianten zusammenfassen kann;Mediante, Ober- und Untermedianle ist bekanntlich (allgem. Musiki. S. 68)Name der Ober - und Unterterz der Tonika. Der tonische Dreiklang hängt mitden Dreikläugen der Medianten, wie man hier sieht, mit
e g h es g b
C E G C Es G
ace as c es
so nabe zusammen, dass nichts leichter geschieht, als von einem dieser Akkordeauf den andern zu rücken. Eben so gehl nun auch die Modulation. Aber siemischt sogar die- für das Moll- und Durgeschlecht abgesonderten Wege. Cdurmodulirt also : statt nach Gdur nach jEmoll (ein besonders den neuern Italienernbeliebter Schluss) und — z/sdur (so geht Beethoven im grossen B dur Triovon B nach Gdur); Cmoll geht nach AsAav und (wie Beethoven in derSonate pathétique) nach jEsinoll, statt nach Æsdur. Ja, diese entlegnem, aberdurch die gemeinsamen Töne der tonischen Akkorde vermittelten Modulationengeschëhn oft ohne eigentlichen Uebergangs-Akkord, also in sofern sprungweis.