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Bestimmter zeichnet sich unsre Obliegenheit, wenn die Melodieselbst Modulation nothwendig macht. Dies kann ausserlich durchfremde Melodietöne, innerlich (und weuiger deutlicb) durch denbesondern Gang der Melodie keunbar werden.
1. Aeussere Merkmale.
der Nothwendigkeit einer Modulation sind fremde (dein Haupttonnicht angehörige) Töne in der Melodie. Wenn in einer Melodieaus Cdur fis erscheint, so kann dies ein Zeiohen sein, dass derSatz nicht mehr in Gdur bleibt; denn diesem ist fis fremd. Sindwir daim durch den fremden Ton in eine andre durch ihn angedeu-tete Tonart — wir nehmen an, Gdur — gekommen, so ist vondiesem Augenblick an Alles aus dem Gesichtspunkte dieser Tonartzu beurtheilen; wir betinden uns nicht in Cdur, wie Anfangs, son-dern in Gdur und haben zunachst an die Töne,' Harnionien, Ver-wandtschaften von Gdur zu denken. Erschiene dann wieder einTon, der nicht nach Gdur gehort, z. B. ƒ: so könnte der fremdeTon wieder Anlass zu einer Modulation werden. — Wir sagen:es könnte so sein. Spater wird sich auch die Möglichkeit zeigen,dass fremde Töne ohne Einfluss auf Harmonie auftreten*). Indessfür jetzt soll jeder Ton als zugehörig zur Harmonie und einfluss-reich auf Modulation geiten.
Jeden fremden Ton haben wir sonach für jetzt als Zeicheneiner nöthig werdenden Modulation anzusehn; er muss einer neuenTonart angehören und zwar dem Dominantakkorde derselben, dawir bis jetzt noch kein andres Modulationsmittel kennen. Aberwelchem Dominantakkorde? welcher Tonart?
Die Antwort ist bereits S. 104 vorbereitet. Der fremde Tonkann möglicherweise Grundton, Terz, Quinte, Septime eines Domi-nantakkordes sein, fis z. B. (das wir uns oben in einem Cdur-Salzeintretend dachten) kann möglicherweise den Akkorden
fis - dis - cis - ed - fis - a - ch - dis - fis - agis - kis - dis - fis
und damit dem Tonarten H, G, E , Cfsdur oder moll angehören.Allein erstens beschrankt sich dies durch die Riicksicht auf die demAkkord eigenthiimlichen Fortschreilungen; fis kanu nur Grundtonoder Oktave sein, wenn es nach II geht oder liegen bleibt, — kannnur Terz sein, wenn es einen Schritt hinauf nach g geht, nur
’) Ein Vorspiel haben wir schon in No. 44 bis 50 gesehn , wo unser Satzdnrch fremde Töne durchging, oline im Wesentlichen Cdur zu verlassen.Gleiches zeigt No. 216.