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Rathsam and zulassig ist im Allgemeinen die Modulation infremde Tonarten, wenn durch sie die Beslimmtheit. und das Vor-walten des Haupttons nicht beeintraehtigt, wenn nicht. ANzuf'remdes,Allznentlegnes — und das Fremde nicht in allzngrosser Ausdehnungangewendet wird. Wollte man eine möglicherweise mit den Mittelnvon Cdur allein behandelbare Melodie so, wie hier
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geschehen, mit dem zweiten Akkorde (a) nach dmo \\, dann nacheiner Erinnerung an den Hauptlon (b) nach Cdur (o) fiihren undden Vordersalz (d) in Cdur schliessen — und wie die Modulationdann weiter hin und her taumelt: so würde nicht nur das Gefühlvom Haupttone ganz ertödtet, sonderu alle Einheit und Haltungdes Satzes verloren. Der Kundige begreil't nicht, wie dieses jF/'smoll(e) nach Cdur und der Vordersatz nach Cdur kommt u. s. w. —und der Ununterrichlete würde durch diesen sleten Irrgang in seinemFühleu verwirrt und verstimmt werden*).
So gewiss dies hei gröblicber Yerirrung (wie oben) allgemeinerkannt wird, so wenig lasst sich gleichwohl im Allgemeinen bestim-men, wieviel und wie weit modulirt werden darf; man kann nurals allgemeinaunehmbaren Rath aussprechen: dass der Haupttonallen Nebenlönen vorgeht, besonders aber am Schluss — und inder Regel aueh zu Anfange festgestelll werden muss; dann: dassvon den Nebentönen in der Regel die verwandlen den f'remdernvorgehn. Hauptfehler in No. 227 waren also dieModulationen nachCdur und jFmnoll und das allzuschnelle Aufgeben des Haupttons.
Nahcre Belehrung wird sich weiterhin (im sechsten Abschnitt)ergeben; für jetzt wollen wir aus Vorsicht nur bescheiduen Gebrauchvon der Modulation und besonders von der in fremdere Tonartenmachen: der Irrthum und die Eitelkeil, auf die gehaul'te oder fremdeModulation Werth zu legen, kann uns ohnehin nichls anhaben,seit wir geschil, dass alle Modulationen sich mit ziemlich gleicherLeichtigkeit vollbringen lassen.
*) Dieser ï’all zcigl wieder, wie wichtig Zusammenhang und Folgericlitig-keit auch in der Musik sind. Im Einzelnen ist in No. 227 Alles richtig, es istkein Schritt geschehn , der sich nicht reclitfertigen liesse; — und das Ganzeist ohne sonderliche Harte musikalischer Unsinn zu nennen.