jede deren mehrere giebt. Jede Vermittlung ist durch einen einzi-gen Akkord bewerkstelligt; wir wissen, dass man auch derenmehrere nach einander anwenden kann.
Ist nicht bei der Modulation nach D ein Quersland vorhanden,■da die Unterstimme im ersten Akkorde c und die Oberstimme imzweiten cis bat? — Nein; denu die Oberstimme batte ebenfallsc vor cis, dieses ist also auf dem nachsten Wege eingeführt.
Hatte man dieselbe Modulation nicht auch in der Weise
ausführen können, dass der Schritt von c nach cis (wie in a) derUnterstimme zugefallen ware? — Ja; indess wird man im Allge-meinen die frühere Weise (No. 224) vorziehn, da die Oberstimmesich fiihlbarer macht, mithin nach ilirem c das cis in ihr und nichtin eiuer andern Stimme erwartet wird. Aus demselben Grunde wirddie Modulation bei b auffallend, und noch mehr als die bei a, dader Fortschritt von g zu gis sich in einer Mittelstimme verbirgt 28 ).
Eine Modulation fehlt jn unsrer Uebersichl No. 224 ganzlich:die von der Durtonart in ihre (die auf derselben Tonika stehende)Molltonart, von Gdur nach 6'moll — oder umgekehrt. Sie scheintauf den ersten Hinblick die nachstliegende, da beide Tongeschlechtedenselben Dominantakkord
haben. Allein eben hieraus ergiebt sich die Unziflanglichkeit diesesModulationsmiltels. Da der Dominantakkord beiden Geschlechtengemeinsam angehört, so kann er nicht als Unterscheidung des einenvom andern, folglich nicht als bestimmtes Zeichen des Uebergangsaus einem in das andre dienen. In No. 226 gehen wir aus Durnach Moll und aus Moll nach Dur, aber vollkommen unkriiflig,weil das neue Geschlecht ohne Unterscheidungszeichen, gleichsamganz zufallig auftritt. Die bessere Lösung dieser Aufgabe wird sicherst spater linden.
Wir haben schon oben (S. 176) gesagt, dass der Dominant-akkord nicht das einzige Modulationsmiltel ist. Es wird uns daher
.25) Z w e i un d z w an z i gs t e Aufgabe: Durcharbeitung sammtlicher Mo-dulationen erst von Cdur, dann von Cinoll aus, erst in moglichster Kiirze,dann mit allen sicb darbietenden Venniltlungen; Dorcbübung derselben ingleicher Weise von andern Tonarten aus am Instrumente.