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Slebente Abtlieilung.
Die Modulation in fremde Tonarten.
Unsre bisherigen Bildungen haben sich nur im Umkreis irgendeiner bestimmten Dur- oder Molltonart bewegt; keine andernTöne und Akkorde enthalten, als die iu dieser Tonart einheimi-schen. Auch fanden wir innerhalb der einen Dur- oder Mollton-art, in der wir uns befanden, keinen Antrieb, — das heisst keineNothwendigkeit, neue Harmonien aufzusuehen. Wollen wir jetztunsern Arbeiten weitern Spielraum, grössern Ton - und Akkord-reichthum gebeu; so ist das Naehste, dass wir statt der Töne undHarmonien einer einzigen Tonart die Mittel zweier oder mehrererTonarten zu einer einzigen Komposition vereinigen. Die Kunsl-spraehe nennt das: in fremde Tonarten moduliren, brauchtauch wohl kurzweg den Ausdruck Modulation, obgleich darunterim weitern Sinne (S. 150) das ganze Harmoniegewebe verslandenwird.
Die Vereinigung mehrerer Tonarten in einem einzigen Ton-stücke kann nun so gdschehn, dass man die bisherige Tonart ver-lasst, urn eine andre blos beilaulig zu berühren , einen oder einigeAkkorde, allenfalls einen Gang aus ihr anzunehmen. Dann heisstdieses vorübergehende Abgehn vom friihern Ton: Ausweichung.Wenn also z. B. in einem Tonstück aus Gdur gelegentlich Satzeund Gange, wie diese, —
mit Akkorden erscheinen , die nicht in Gdur einheimisch, nicht ausden Tonen von Cdur gebildet sind, die aber keine weitern Folgenhaben, die man nur im Vorbeigehen berührt, ohne Gdur ernstlichmit einer andern Tonart zu vertauschen: so heissen die 1'remdenAkkorde Ausweichungen. So hat Boieldieu in einem Ddur Satze— bei a —