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sehen wir dreimal die Septime verdoppelt, — was bisweilen umguter Stimmführung willen wiinschenswerth seiu kann. Wenn nundie beiden Septimen nicht in Oktaven mit einander gehen sollten,niusste die eine von ihrem ursprünglichen Gesetz abweichen undaufwarts gehen. Dies ist am besten bei c geschehen, wo der be-denkliche Schrilt in einer Millelstinnne, von andern Stimmen dichtumgeben, geschieht; olfner ist er in d, grell und — mit seltnenAusnahmen — tadelnswerth bei e, in der Oberstimme ge-schehen. —
Uebrigens fehlt dein verminderten Dreiklaug allerdings die Fülle,das Umfassende, Festgegründete des Dominant-Akkordes, er erscheintgegen ihn eng, gedrückt und angstlich. Aber oft, besouders beiminderstimmigen Satzen, werden wir auf ihn geführt, wenn derDominant-Akkord unsre Stimmbewegung storen würde, z. B. indiesen Satzchen:
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Zuletzt kommen wir auf die Hauptfrage: wie — und in wel-chem Maasse die Umkehrungen anzuwenden sind? Diese Frage kannnur dann richtig und befriedigend beantworlet werden, wenn wiruns zuvor deutlich machen, welchenSinn dieAkkorde durchihre Umkehrungen er halten.
Stellen wir uns unsre beiden Hauptakkorde mit ihren Lmkeh-rungen
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noch einmal vor Augen, so Cnden wir die Grundakkorde auf demTon stehend, der dem ganzen Bau der Harmonie als Grundlagedient, aus dem die Harmonie wie aus einer Wurzel erwachsen ist.Die Umkehrungen riicken den Harmoniebau von dieser Grundlagehinweg, stellen den Akkord so auf, wie er ursprünglich nicht steht,nach seiner Natur ursprünglich nicht entstehen konnte^ sie sindalso nicht ursprüngliche, sondern abgeleitete Geslaltungen, ümstel-lungen der ersten, im Naturgrund aller Harmonie (S. 54) wurzeln-den Akkordform.
Hieraus begreift sich, — w r as schon das Gefühl unmitlelbarandeutet, — dass die Umkehrungen nicht den festen und klarenAusdruck der Grundakkorde haben können; sie haben ja nicht diefeste und klare Stellung derselben.