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Entstehung
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stehende) Töne zuriickgeführt, rnithin iu einen Dreiklang ver-wandelt wird. Dieser Dreiklang (es ist derselbe, anf den wir sehonin No. 110 dreimal sliessen, ohue ilm dort gebrauchen zu kénnen)unlerscheidet sich von den bisher uns bekanut gewordnen; er be-steht aus

Grundtou, kleiner Terz und kleiner Quinte,

bat also zwei kleine Intervalle, enthalt mehr Kleines als derkleine Dreiklang, und heisst desshalb

verminderter Dreikang*).

Wiejeder Dreiklang hat er seinen Sext- und Quartsext-Akkord

und wir wollen uns dieser drei neuen Benennungen fernerhin be-dienen.

Aber im Grund ist der neue Akkord nichts Andres, als einunvollstandiger Dominant-Akkord. Folglich miissen seine Töne den-selben Gesetzen folgen, unter deuen sie im Dominant-Akkordestanden: sein Grundton, h (die ehemalige Terz des Dominant-Akkordes), muss einen Schritt hinaufgehen, nach c; seine Quinte,ƒ (die ehemalige Septime), muss einen Schritt hinab nacli e-, seineTerz d (die ehemalige Quinte) kann sowohl hinauf- als hinabgehn,nur sie also kann auch verdoppell werden.

Auch die Abweichungen, die wir uns bereits S. 110 vom ur-sprünglichen Gesetz des Dominant-Akkordes gestatlet, linden beidem verminderten Dreiklang Anwendung. Hier, bei a und b, sehenwir die in No. 116 für den Dominant-Akkord statthaft gefundnenAbweichungen von dessen Grundgesetz auf den verminderten Drei-klang iibertragen. Bei c, d und e

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*) Aeltere Theoretiker nennen diesen Akkord den falschen Dreiklang,nach seiner kleinen Quinte, die sie die falsche Quinte nennen. Aber nurdiese Benennungen sind falsch, das heisst unrichtig und triigerisch, eben sowie der Name volikommner Dreiklang für den tonischen. Wir wissen,dass letzlerer bisweilen (gleich oben No. 161 a und b ) auch unvollstandig,also unvollkomuien erscheint; und so könnte es in der verwirrten Ausdrucks-weise jener Aeltern wohl heissen : diesser falsche Dreiklang ist richtigund dieser vollkommne Dreiklang ist unvollkommea.

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