len, immer noch sliirker, als der lelzte mit der Quinte in derOberstimme, weil die Terz der entscheidendere und wichligereTon ist.
Von jetzt an erkennen wir für Regel, uns des vollkommnenGanz-Schlusses am Ende der Salze zu bedienen.
C. Abweiclmngen vom Geselz des Dominantakkordes.
Wir haben jetzt nicht blos die Freiheit, den Dominantakkordin Ilarmonisirungen einzufiihren, sondern auch die Verpflich tung,ihn zur Bildung des Schlusses zu nehmen; er wird also weit öftererscheinen, als friiher, wo er nur als Nolhbehelf diente, urn überdie bekannten Fehler hinwegzukommen. Unler diesen Umstandenkann es nicht mchr mit gleichgültigem Auge angesehn werden, dassdurch die Aullösung des Dominantakkordes der darauf folgende Drei-klang (wie oben, No. 115, a bis c zeigl) so ol't seine Quinte ver-liert; wir köiinen dieselbe enlbehren, aber daraus folgt nicht, dasswir es iiberall mussen, dass wir nicht öfters wiinschen, den Dreiklangvollstandig zu haben; und zwar obne dies durch eine neue Unvoll-standigkeit, namlich des Dominantakkordes (No. 115, d und e, oderNo. 113, d) zu erkaufen.
Urn nun, wenn wir es wiinschen, den Dreiklang vollstandigzu erhalten, dürfen wir von der Strenge des iïïr den Dominantakkordgegebnen Gesetzes theilweis nachlassen. Dies ist im Grunde schonin No. 113, a geschehen ; s.lrenggenommcn halte der Diskant eben-falls aus der Dominante in die Tonika gehen miissen; wir liessenihn aber stehu, um Oktaven zu vermeiden. Hier —
sehen wir zwei neue Wendungen, um nach dem Dominantakkordeinen vollslandigen Dreiklang zu gewinnen. Bei a ist der Domi-nantakkord riehlig nach c-e-g , der Bass g nach c, die Terz hnach c, die Quinte d nach e gefïïhrt. Nur die Septime geht nichthinab nach demselben e, sondern — gegen die Regel hinauf nachg. Mit welchem Rechte? Man darf hoflen, dass die Abweichungder einen unregelmassigen Slimme in der Umgebung der sie engumschliessenden, ebenmassig in Sexten (brlschreitenden Stimmennicht scharf genug bemerkt werden wird, um zu verletzen, zumalda der nach f im Alt zu erwartende Ton e doch an derselbenStelle — wenn auch in einer andern Stimme — zum Vorschein