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1 (1852)
Entstehung
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au der Stelle, auf der wir uns jetzt befinden, hat er unter denihm gegebnen Akkorden Wahl und Weehsel frei; allein er soll nichtin der Buntheit des Wechsels sondern in der Beseitigung der früherunvermeidlichen Einförmigkeiten seine Aufgabe erkennen, unddabei nicht blos fehlerhafte Forlschreitungen, sondern auch Störungdes Zusammenhangs durch Aneinanderreihen fremder Akkorde oderVersinken in die triibe Folge von zwei oder mehr Molldreiklangenmeiden.

Zweiter Abschnitt.

Freier Gebrauch des Dominantakkordes.

Der Grundsalz, der uns bei dem freien Gebrauch der Drei-klange geleitet bat, gilt auch fiir den Dominantakkord: er kann zujedem Ton der Melodie gesetzt werden, der ihm eigen ist, alsoder Dominantakkord von Cdur kann zu g , h, d und f gesetzt werden.

Allein wir wissen (S. 87) bereils, dass der Dominantakkordan eine gewisse Fortschreitung gebunden ist; er muss sich in dentonischen Dreiklang, g-h-d-f muss sich in c-e-g auflösen, undzwar der Grundton g vier Stufen aufwarts oder 1'iinf abwiirts indie Tonika c gehn, die Terz h einen Schritt aufwarts nach e, die

ben, um nacli der zweiten H arm o o i e w ei s e (mit frei gewahltenAkkorden) bearbeitet zu werden.

Bei dieser zweilen Bearbeitung miissen

e. besonders diejenigen Stellen beaclstet werden , die in der erslen Bear-beitung nicht anders als einfönnig gesetzt werden kounten ; es sind die,wo ein Ton der Melodie melirmals wiederkolt wird und Wiederholungdesselben Akkordes naoh sich zieht. Hier miissen Aenderungen ein-treten.

Abgesehn hiervon muss

d. bei jedem Melodietone gepriift werden, welche Dreikliinge (in dersel-ben Tonart; denn fremde Tiine sind noch nicht zulassig) niïïglicher-weise gesetzt werden können , das heisst: in welchen Dreikliingen erGrundton, oder Terz, oder Quinte sein kann ;

e. bei jedem Akkorde, der fiir sich möglich ist, muss untersucht werden,ol) er mit dem voihergehenden und einem fiir den folgenden Melodielonpassenden Akkorde zusammenhangt und ob

f. seine Einfiihrung nicht Quinten oder Oktaven nach sich zieht, was manleicht findet, wenn man Quinte und Oktave in dem erstern Akkord auf-sucht und nachsieht, ob nicht im nacbsten Akkord, in denselben Stimmenwieder eine Quinte oder Oktave erscheint.

Bei der Uebung in fremden Tonarten endlich miissen

g. vor Allem in jeder Tonart die S. 101 aufgewiesnen sechs Buchstabenund Akkorde festgesetzt werden.