Druckschrift 
1 (1852)
Entstehung
Seite
93
Einzelbild herunterladen
 

95

Vierter Absclinitt.

Vollendung der vorigen Aufgabe.

Die im vorigen Abschnill gezeigte Harmonieweise findet aufalle, in einer einzigen Durtonart geselzten (nicht aus einer Tonartin die andre gehendcn odcr in Moll stellenden) Melodien Anwendung.Jedoch wie wir schon bemerkt liaben nicht ohne gewisseAusnahmfalle, in deiien die obige Weise unzureicbend erscbeint.

Versucben wir, urn wenigslens den einzig wesentlichen Aus-nahmsfall*) zu finden, an der abwartssteigenden Tonleiter, w'aszuvor an der aufwiirls führenden gescbehen ist. Wir setzen überdie Oberslimme die bekannten ZilTern, nach deren Andeutung dieBass - oder Grundtöne der Akkorde und dann die Mittelslimmen.

3 | 3

Auch hier werden wir Alles in Ordnung finden; nur von der sie-benten zur sechsten Stufe ( h-a) fehlt wieder der Zusammenhangund finden sich falsche Oktaven und Quinten.

Dass hier der Doininant-Akkord nicht aushelfen kann, wie zu-vor in No. 98, ist leicbt einzusehn. Ja, er ist nicht einmal an-wendbar, wenn wir nicht in neue Feltler gerathen sollen. Dennwollten wir g-h-d in einen Dominant-Akkord verwandelt!, somiisste c-e-g folgen und h nach c, nicht aber nach a geiten.Es muss also ein neuer Ausweg gefunden werden.

in dem friihern Falie beseitigten wir die Oktavenfolge zwiscltenAlt und Bass dadurch, dass wir den Alt auf demselben Tone (/')stehn liessen; zugleich verbanden sich durch den liegenbleibeiidenTon die Akkorde., Können wir nicbt jetzt wieder den Alt liegenlassen? Neiu; g und a , oder f, g und a bieten uns (wenigstensauf unsernt jelzigen Standpunkte) keine Aussicht auf eine harmoni-sche Gestalt. Der Alt kann mithin eben so wettig stehn bleiben,als hi n un tergeh n. Folglich muss er hinaufgehn in den nach-sten Akkordton, nach a. Dasselbe gilt vont Tenor; auch er kannweder hinunlergehn (dann entstelien Quinten) noch stehn bleiben,muss also liinauf in den nachsten Akkordton, und so batten wirbier

*) Die unwescntlichen sind im Anbange B erwiihnt.