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1 (1852)
Entstehung
Seite
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iibrigen Akkordtöne zu schvvach hort, was bei der Verdopplungvon Grundton oder Quinle keineswegs der Faill ist.

Ain augenllilligsten können wir uns das bier fiir den Dominant-akkord gefundene Gesetz*) so darstellen:

g a h c d e f

c c e,

*) Wir werden spiiter allerdings erfahren, dass von dein oben ausgesprocb-nen Gesetz über die Auflösiing des Dominanlakkordes nicht blos theilweis abge-wicben, sondern dass derselbe in ganz andre Akkorde aufgelüst oder iibergefiikrtwerden kann ; bei dies.èn Miltheilungen wird dann nacbgewiesen werden miissen,aus welchem Grunde von dein ohigen Geselz abgewichen werden kann unddass dasselbe in der That die Regel bildet, die Ahweichungen aber nur die fiirbestimmte und beschriinkte Fa11e statlbafien Ausnabmen. Da aber jenes Gesetzdes Dominanlakkordes ein Grundgesetz für die ganze Ilarmonik (S. 23) ist, zudein alle fernern Gesetze nur Folgernngen und Zusiitze siud: so ist es uün-scbensvverlh , dasselbe sobald und so sieher wie inöglieh zu fassen.

Der erste Erweis wird nun dein unmiltelbaren Alusiksinn oder GefiibI zugeben sein. Man versucbe, den Dominantakkord im Ganzen oder in einzelnenStiininen abweicbend zu fiibren, so werden sicb die Abweicbungen zum Tlieilg e f ü h 1 s w i d r i g, zum Tlieil (das sind nainlicli die ausnahmsweisen Wege, diespiiter zu erwiihnen sind) wenigstens minder zusagend fiir das GefiibI zei-gen, als der regelmiissige Gang. - Spriebt das GefiibI beim blossen Zuhörennicht entsehieden genug, so sucbe man es dadurcli zu schiirfen, dass man diezweifelliafteu Scbritte singen liisst; man lasse z. B. unler Angabe des Akkor-des ƒ singen und von da nach e gelin, dann wieder ƒ und von da nack g auf-wiirls singen, oder h und darauf c folgen, dann abermals h und darauf goder a. Der ungeiibteste Slinger wird bei nur geringer Fiihigkeit die natiir-lichen Fortschreitungen leicbt und richlig treffen ; die regelwidrigcn wird selbstder geiibtere Siingér verfeblen, oder im Singen als widerstrebend empfinden.

Der zweite Erweis fusst -nuf der Erkennlniss von der Entstebung des Ton-und Ilarmoniewesens und auf dem liievaus sicb ergebenden Sinn der einzelnenGestaltungen, die wir oben zu Grunde gelegt habea.

In der Tonleiter haben wir schon S. 23 die Tonika als Hauptton er-kannt, aus der die Tonreike liervorgebt und in die sie zuriikkehrt, zu der siesicb also als untergeordnete Nebensacbe zur Hauptsache verbalI. Die Tonikaaber ist (in ihrem Tongebiete) zugleich Grundton der ersten oder viel-mehr einzigen von der Natur gegebnen Harmonie; sie erzeugt aus sicli niickstder Oktave die Quinte oder D o m i n a n t e , dann weiterhin die grosse Terz, alsoden grossen Dreiklang oder die tonische Harmonie. Die Dominante also ist einErzeuguiss der Tonika, ein Tbeil der toniscben Harmonie, so wie obnehinein Ton aus der auf der Tonika beruhenden Tonleiter, folglich in aller Beziehungwieder auf die Tonika zuriiekweisend und in ihr den Ursprung, also die Be-gr'unduug und Berubigung erkennend.

Wenn sicb nun auf der Dominante, z. B. in Cdur auf G, eine Harmoniebildet, zunachst ein Dreiklang, g-h-d, so kann dies nicht der tonische