Druckschrift 
1 (1852)
Entstehung
Seite
89
Einzelbild herunterladen
 

89

wobei wir den doppelten Weg der Quinte, unbekünimert um dieVerdopplung der Terz hingesteüt hahen.

Hiermit ist endlich die Harraonisirung der Tonleiter fehler-los zu Stande gebracht.

Eine Folge der dem Dominant-Akkorde nothwendigen Fort-sclireilung ist allerdings, dass der letzte Akkord unvollstandigbleibl, es fehlt ibm die Quinte. Diese Mangelhaftigkeil dürfenwir uns für jetzt getallen lassen; sie ist, naeh dem Geliör zu ur-theilen, nicht eben widrig, und wird sicli bald besser recluferligen,in kurzem auch beseitigeii lassen. Es scheint ferner, als warenun zwischen den beiden lelzten Akkorden, g-h-d-f und c-e keineVerbindung; sie zeigen in No. 98 keinen gemeinschaftlichenTon. Aber dies ist nur, weil oben der letzte Akkord unvoll-standig geblieben; der Verbindungstcn (die Quinte, g) existirt,wir haben ihn nur nicht anbringen können, da jede unsrer Slimmeneinen anderu Weg befolgen mussle.

Jetzt können wir auch schon den S. 75 gefassten Beschluss,vierstimmig zu setzen, recbtfertigen. Wir bedürfen schon dess-vvegen nicht weniger als vier Slimmen, damit es möglich sei, den

und darum Hauptakkord von Cdur sein (denn das widerspriiche der Voraus-setzung, dass C Tonika und Cdur die Tonart sei), folglich kaan auch in ihmnicht die letzte Befriedigung gefunden werden. Wird aus dem Dreiklang garein Dominautakkord, g-h- d-f, so ist dies noch entschiedner der Fait; dennder Dreiklang ist wenigstens gleichartig dem tonischen Akkorde, (ist sogarselber ein solcher, nur in einer andern Tonart) der Doininantakkord abernicht, weil es auf der Tonika und zwar in dereo Tonart keinen Dominantak-kord (S. 86) geben kann. Folglich kann im Dominanlakkorde noch weniger, alsiin Dominantdreiklang Befriedigung gefunden werden , derselbe muss sichvielmehr weiter bewegen, um uns wo anders zur Befriedigung zu führen. Aberwo «are die zu finden, als im Hauptton und Hauptakkord? Oder solltenwir sie in einem andern Ton oder Akkorde, z. B. in f-a-c. oder a-c-etreffen? Aber diese Tiine und Akkorde sind ja selber entweder für fremdin Cdur, oder für IMebensaehe , untergeordnete Momente gegen die Tonikaund deren Harmonie zu erachten. Die erg'anzende Vorausschicknng zu die-sem Erweis giebt ,,die alte Musiklehre im Streit mit unsrer Zeit vom Verf.

zgr-4^:

E. Rechtfertigung der Vier slim m ujheit.