Druckschrift 
1 (1852)
Entstehung
Seite
84
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verlieren mit dem Herausklauben von Fallen, wo die Oktaven viel-leicht doch schon zulassig waren; denn diese finden sich zu rechterZeit von selbst.

Wie aber sind die falschen Oktaven in No. 93 zu beseitigen?

Der Bass ist für jetzt unentbehrlich; wir haben zu a und hkeine andre Harmonie gefunden, als die Akkorde auf ƒ und g.Der Fehler liegt also im Alt, darin, dass auch der Alt, wie derBass, von ƒ hinauf nach g gebt; dies darf nicht sein. Nuncrinnern wir uns aber, dass der Akkord g, k, d eigenllich nichtsAndres ist, als (S. 54) unsre ehemalige zweite Masse g-d-f.Wir könnten also vielleicht jenes ƒ aus dem vorigen Akkordim folgenden beibebalten;

dann schreitet der Alt nicht mit dem Bass in Oktaven fort, dannhaben auch diese beiden Akkorde einen gemeinscbaftliehen, vcr-knüpfenden Ton, das ƒ. Ob sich dies rechtlertigen lasst, werdenwir bald untersuehen.

2. Quinto?)fo/ge.

Allein es birgt sich zwei t en s noch ein Uebelsland in dieserStelle; der namlieh, dass zwei Stimmen mit einander in Quintenfortschreiten, Quinten mach en. Wir sehen, dass der Tenorund Bass im ersten, wie. im zweiten Akkord eine Quinle bilden, erst f-c, dann g-d, und empfinden, dass dieser Quinten-folge ein greller Klang eigen ist, der besonders deutlich hervortrilt,weun diese falschen Quinten nicht von dem.Znsammenklangevieler Stimmen verhüllt werden, wenn wir z. B. oben, in No. 95,den Alt oder Diskant weglassen.

Auch Quintenfolgen werden wir spiiter zulassig und recht lin-den, wollen sie aber jetzt ohne Weiteres vermeiden, dasich erst weiterhin die Falie ihrer Zulassigkeit ergeben. lmobigen Falie nun beruht wieder der Fehler darin, dass der Tenorvon c nach d schreitet, wahrend der Bass von ƒ nach g geilt. Bei denOktaven hallen wir uns durch Liegenlassen des ersten Tons; bierkann ofleubar das c nicht liegen bleiben, da es nicht in den Tcr-zenbau des folgenden Akkordes gehort. Wenn es nun weder hin-aufschreilen, noch liegen bleiben kann, so nuiss es wohl hinabgelinin den nachsten Akkordton, also nach h. Allein dann fehll unsder Ton d? wir theilen also die Geltuug des Akkordes zwisebenh und d;