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so haben wir zuerst die Quinten vermieden, und dann doch nochden Akkord vollstandig vernominen; das Erstere haben wir durchGegenbewegung (S. 73) erlangt, indein der Tenor in cutge-gengeselzler Richtung zum Basse sich hewegte; das Andre hat unsGelcgenheit gegeben, in ein und demselben Akkord einer Slimmezwei Töne , also grössere Belebung, zu ertheilen. Hiermit ist alsoder letzte Missstand jener bedenkliehen Stelle beseiligt*).
Dergleichen nachschlagende Akkordlöne heissen harmonischeB ei t ö ne.
D. j Der Dominantakkord.
Dieser Weg hat unabsichtlich auf einen neuen Akkord, undzwar von vier Tonen, geführt
g - h - d - f,
wahrend unsre bisherigen Akkorde nur drei Töne batten; der vierteTon des neuen Akkordes ist vom Grundton die Septime. — Akkorde
*) Es giebt noch manche andre Wege, jene unzulassigen Fortschreitungenzu vermeiden. Man könnle den Tenor weit hinauf zum Tone des Alts unddann in die fehlende Quinto fiihren, wie hei a, — man kcinnte ihn üher denAlt weg, in einen ganz andern Akkordton (wie bei b) fiihren, oder ihn sowohl,wie den Alt in andre Töne (wie bei c)
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hinabschreiten lassen; audrer Auswege, die sich spater zum Theil von selbst'ötfnen, nicht zu gedenken. Alle diese Wege sind zuliissig. Nur liegen sie unver-kennbar nicht so nahe, als der in No. 96 erfundne: denn hei a muss der Te-nor weit weg, hei h sogar iiher eine höhere Slimme hinausschreiten, auchbleibt der Akkord unvollstiindig, bei c aber schreiten ztvei Stimmen, Alt undTenor, in entlegne Akkordstufen. Wir hleiben also fiir jetzt bei unsrer Weise,bis wir sie besser ersetzen können. Dies Letztere aber wird allerdingswiinschenswerth sein ; denn das zuerst erscbeinende zweifache h ist allerdings— aus Griinden, die wir bei No. 158 erfahren werden — nicht wohlansprechend.Nur fiir jelzt miissen wir es uns gefallen lassen, wenn wir nicht der systema-tischen Entwickelung vorgreifen wollen; erst No. 169 bringt die LösuDg diesesFalies — ohne Abiinderung oder Umgestaltung der Harmonie.