Druckschrift 
1 (1852)
Entstehung
Seite
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ten wir, da alle unsreTöne undMassen aus derTonika stammen, alsogeistig mit ihr einig sind, diese geislige Einheil zulelzt körper-lieh verwirklichen, unsre Oberstimmen darch beide Massen uudalle beliebigen intervalle fiihren und dazu die Unterstimmen dengemeinsamen Stammton, die Tonika, feslhalten lassen;

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eine Figur , die besonders geeignet war, am Schlusse noch einmaldie ganze Tonenlwickelung zusainmenzufassen, oder auch dem An-fang eine gedrungne Kraft zu verleihen, bis dann alle Stimmen zu-sammen sich in Bewegung setzen.

Dies sind die nachstliegenden Gestaltungen, die der doppel-zweistimmige Satz darbietet. Es mogen in demselben einige Ver-suche angestellt werden, wenngleich das Ergebniss kein wesent-lich andres oder reicheres sein kann, als irn einfach zweistimmigenSalze. Nicht ohne Vortheil wird es bei diesen Arbeiten sein, wennman nach erlangler klarer Anschauung von dem oben entwickeltenTonwesen sich mit den Vorstellungen umgiebt, in denen unser bis-heriges Tonsystem wirklich lebt und herrscht. Trompeten- undMarschesklang, Waldhörner und Waldeinsamkeit, oder Jagdleben,oder auch der kriegerische Bund von Hörnern und Trompeten, derlandliche Klang von Waldhörnern und sanfteinstimmenden Klarinet-ten, Naturgesange und unschuldige Tanze: dies sind Vorstellungen,die oft ihr volles Genügen linden in der Sphare unsrer bisherigenBildungen, und die unsre Bewegungen darin belehen und zu reicherm,gehaltvollerm Schaffen leiten. Nur muss man wohl im Sinnebehalten, dass diese Vorstellungen nur Anregung, nurMittelzum Zwecke sein sollen, dass die genannten Instrumenle nochganz andre Seiten bieten, die erwahnlen Formen noch ganz andreBedingungen haben , als bisher zur Betrachtung kommen konnten;dass endlich alle erwahnten oder ihnen ansschliessenden Vorstellungenauch auf ganz andern Wegen, mit ganz andern Milteln verwirk-licht werden können, dass man also keiner dieser Auf'gaben über-haupt keiner Aufgabe eher sicher und vollkommen gewachsen ist,als bis tnan sich im Vollbesitze der Kunst befindet.

Mit der folgenden Abtheilung beginnt eine Iieihe von Ausein-andersetzungen und Uebungen, die das freiere Bilden eine Zeit langausschliessen. Wir rathen, neben diesen neuen Uebungen den frei-ern Satz mit zwei oder vier Naturstimmen lleissig und cifrig fort-zusetzen und sich dadurch den Sinn für Melodie und Rhythmus,der erst spater wieder neue Nahrung erhalt, rege zu erhalten.