50
Ijntl so könnte sich eine Periode, z. B., —
50
i)
B
m _ r* :
- 1 -
|= 4]
w -— : —
u»— ‘«j
i
* 9
-&■
1. in Vorder - und Nachsatz (A, B) theilen, der Vordersalz 2. inzwei Abscbnille (a, b), jeder AbsehniU 3. in zwei, so wie derNachsatz ebenfalls in drei Glieder (c und d, e und f, g. h und i),— welche letztere übrigens dadurcli ebenmiissig vertbeilt werden,dass das letzte (i) so lang ist, als die beiden vorliergehenden (gund h) zusammengenommen. Der Abschnilt a wird durcli die Pausedeullieh; wollte man ihn noch empfindbarer machen, so miissle stattseiner letzten drei Noten ein Viertel / gesetzt werden.
Die Ausbildimg und Bereicherung oder Umwandlung einerTongruppe dureh zugesetzle, ausgelauschle, ausgelassne Töne nen-nen wir Figurirung. Mit Hüll'e der Figurirung wird nicht blosder Inhalt der Siitze und Perioden ganz oder theilweise geandert,sondern es werden auch dureh dieselbe uuaufhörlicli neue Motiveund Gange hervorgerufen und die melodische Eründungskraft daranungemein geiibt. Bei weitem der grösste Theil der Instrumental-melodien und ein grosser Tbeil der Gesang- Siitze berubt aufFigurirung, oder ist dureh dieselbe zum Inhalt grösserer Komposi-tionen erhoben worden. Es wird, nachst eigner unausgesetzterArbeit, sehr fördernd für den Jünger sein, in den Werken derMeister (besonders in ihren Instrumentalsacben) diejenigen Figuren,die auf der Durlonleiter beruhn, aufzusuchen und ihre Entstehungsich klar zu machen.