48 -
.
-
-fl
l i IV'
■ ~i — i - 11 1 ■
*>
-9
- '
also blos rhylhmischer Natur sind, und sich da, wo wir auf denRaum von wenig Tonen beschrankt sind, sehr diensam erweisen,den Satz beweglich und mannigfaltig zu machen.
Doch wir kehren auf No. 41 zurück. Wenn uns daselbst diehaufige Tonwiederholung nicht anspricht, können wir einen benach-barten Ton statt eines wiederholten nehraen, entweder den höhern,
::
—1—i- g — i-g-J —1 —*
oder, da der höhere ohnehin noch folgen muss, den tiefern,
p.
w 1
-
der ohnehin dem Motiv ungestörlern Aufschwung giebt.
Warum haben wir aber im dritten Takte des letzten Satzesaïs slatt ff .gesetzt? Weil auch in den frühern Takten der Schrittvom dritten zum vierten Achtel nur ein Halbton war, und dieserkleinere Schritt lliessender in die Höhe leitet.
Hier zum ersten Mal haben wir also einen in der erwahllenTonart fremden Ton eingelïïhrl, um uns auszuhelftn, wo die derTonart angehörigen Töne dies nicht, oder weniger gut können.Sind wir damit von der Tonart abgewichen und ist diese dadurchunkenntlich geworden? — Ne in; sie herrscht vor und giebt sichdurch dén Schluss in der Tonika unzweideutig zu erjtennen. Durchden fremden Ton sind wir nur durchgegangen, um auf ange-messne Weise die Slufenfolge der Tonart zu vollenden.
Nun können wir den nachbarlichen fremden Ton noch frühereinführen und spater noch einen Hülfslon eintreten lassen:
a b
$=3r~. --
-f—v:—
• —t
Hier, bei a gehen wir durch drei fremde Töne*) durch, imdritten Takte musste h wiederholt werden, da es zwischen h und
’) Warum nennen wir diese Töne nicht des, ges und b? — Wir gehen mitihnen aufwarts, crhöhen gleichsam c und ƒ, also zu cis und fis — umnacli d und g zu kommen, sparen auch damit die Widerrufzeiehen, mit denenwir aus des, ges und b wieder d , g und h machen miissten. Dies ist ein natiir-lich sich ergebendes Grundgesetz fiirmusikalisehe Rechtschreibung.Ausnahmen treten ein, wenn das Grundgesetz auf zu befremdliche (auf zuenlfernteTonarten hindeutende) Töne führte, — oder aus barmonischen Griinden, die nichthier zu erörtern sind. So halte in No. 46 a statt aïs lieher b und bei b staltges fis geschrieben werden sollen.