Druckschrift 
1 (1852)
Entstehung
Seite
35
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j Andre Verwendungsarlen werden sich noch künftig ergeben.

: Nun endlich zur Arbeit. Wir beginnen mit der Bildung von

Gangen. Denn Salze und Perioden fodern beslimmten Abschluss,Gange aber nicht; lelztere sind also an eine Bedingung wenigergebuuden und in sofern leichter herzustellen.

i

Dritter Abschnitt.

Gangbildung.

Der Gang ist (S. 31) eine Melodie ohne bestiramten Abschluss.Er entsteht aus der Fortführung eines Motivs auf eine beliebigeStrecke hin. Wir brauchen also

1. ein Motiv;

2. mussen wir irgend eine Weise der Verwendung des Motivs

\ haben,

wir mussen es wiederholen, oder versetzen — und zwar auf dieseoder jene Stufe — u. s. w.

Könneu wir nicht bald dieses bald jenes Motiv, bald diesebald jene Weise der Verwendung ergreifen? — Möglich war’ es;j aber es würde Gleichgültigkeit und Zerstreutheit in uns beweisen! (was uns werlh ist, halten wir wenigstens eine Zeitlang fesl)| und in den Hörern hervorrufen; denn woran soll sich ihr Anlheilkniipfcn, wenn sie von Einen zum Andern gezogen werden? Wirsprechen vielmehr

Beharren und Folgerichtigkeitals ersten Grundsatz für Komposition aus; was wir einmal ergriffen,dem bleiben wir treu, bis das Interesse, die Kraft des Motivs oder• der Verwendung erschöpft ist, oder eine andre Nothwendigkeit desWechsels eintritt. —

Als Motiv walden wir das einfachsle, a aus No. 9. Wir köu-nen es wiederholen, wie in No. 11. Allein dies ergiebt keineFortschreitung, keinen Gang; es ist Bewegung innerhalb eines 1'est-gehaltuen Raumes.

Wir können das Motiv versetzen. Enlweder auf die nachst-folgende Tonstufe (nach c — d auf e) wie schon in No. 2 geschehnj ist, oder auf die zweile schon dagewesne Tonslufe, wie hier

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11. 9. W.

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| bei a, oder auf die vorhergehende Stufe, wie bei b, was einen hin-| abtührenden Gang ergeben wiirde.

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