Druckschrift 
1 (1852)
Entstehung
Seite
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theilung und Accent, Betonnng der rhythraischen Haupt-theile vor den Nebentheilen, ein;

6. die Melodie strebte, sich einen auch rhythmisch bezeichnetenund gekend werdenden Anfangs- und Scblusspunkl zu erwer-ben, sich in allen ibrcn Elementen tonisch und rhythmisch abzuschliessen, und wurde zum Satze;

7. damit trat Mannigfaltigkeit der rh y t h misch eh Be-wegung, und zwar eine zweckmiissige, dem Sinn des Gan-zen dienende, ein;

8. der erfundne Satz rief seinen Gegensatz hervor, und ver-einigte sich mit ihm zu einem grössern Ganzen, der Periode,in der beide Satze als Vordersatz und Nachsatz stehu;

9. beide letztere offenbarten ihren eigenlhiimliehen Karakter durchdie ursprünglich einem jeden gebiihrende Richtung der Me-lodie; endlich wurde

10. wenigstens angedeutet das Wesen einer drilten Tongestal-lung; "des Gan ges.

Hiermit haben wir die

drei Grundformenaller musikalischen Konstruktion,

Satz PeriodeGang,hervorgeführt und die Bedingungen ihres Baues erkannt.

Zweiter Absclinitt.

Erfindung 1 von Melodien. Das Motiv.

Nach diesen vorausgegangnen Betrachtungen kann nun die eigne,allmahlig freier werdende Thatigkeit des Jiingers beginnen, aus denaufgewiesnen Formen immer neue, und reichere zu entfalten. Diesgeschieht auf dieselbe Weise, die bis hierher gefiihrt bat. Ueberall,von der ersten gegebnen Grundlage an, machten wir uns klar, waswir besassen, was unsre Tongebilde enthielten, was sie nachihrem Zweck noch foderten oder zuliessen; dies gab stels dasnoch Fehlende oder Neue an die Hand. So lange wir uns in dieserWeise fortbewegen, ist es unmöglicb, dass jemals der Quell desBildens versiegen könnte.

Es ist wahr, dass die bisherigen und die nachst zu erwarlen-den Gestallenreihen höchst einfache, langst dagewesne, mithin denReiz der Neuheit uud Eigenthümlichkeil ganzlich entbehrende sind.