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1 (1852)
Entstehung
Seite
26
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kung noch unerfrculicher, ermüdend und verwirrend sein. UnserGefïihl driingt uns, zu unterscheiden, zu ordnen; es fülirt uns da-rauf, die ganze Reilie zu Iheilen und dadurch übersichtlicher, fass-licher zu machen. Die einfachste Theiluug isl die durch die Zwei,

mit ihr beginnen wir also:

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und sind damit zu einer Taktordnung, und zwar zu der einfach-sten, gelangt. Jeder Abschnitt (Takt) bat die gleiche Zabl gleicherTöne, die ganze Tonfolge ist in vier Takten eine übersichtlicheund wieder leicht theilbare Zahl enthalten.

Diese Taktordnung ist vorei^t nur vom Verstand ersonnen,nur auf dem Papier sichtbar. Damit sie auch dem Sinn und Gefühlmerkbar, lebendig wirkend werde, zeichneu wir in jeder Touabtheilungden ersten, mit bezeichneten Ton, also c, e, g, h , durchstarkere Ansprache aus. Hieran, an der starkern Betonung,wird jeder erste oder Haupttheil*) und damit jeder Anfang einesTaktes fühlbar; zugleich ist in unsre Tonreihe Abwecbselung ge-t,reten, auf die eiu beslimmtes und vernünftiges Bediirfniss ge-leitet bat.

Unsre Tonreihe erscheint uns auch der Zeitfolge ihrer Tönenach vernünftig geordnet, und diese Zeitfolge, durch Betonung,durch den Wechsel von starkern und schwachern, Haupt - undNebentheilen fühlbar und wirksamer; sie bat Rhythmus erbalten,ist rhythmisirt worden.

Eine tonisch und rhythmisch geordnete Tonreiheheisst Melodie. Melodie ist die erste. wirkliche Kunstweise,aber auch die einfachste.

Schon bei der ersten zum Grunde gelegten Tonreihe erschienes vernünftig, dass sie mit dem wichtigslen Ton, der Tonika,begönne und schlösse; darauf beruhte zumeist ihre Vollslandigkeitund Vollkomnienheit. Jetzt haben wir auch rhythmisch wiehti-gere und unwichtigere Töne unterscheiden gelernt. Wenn sichunsre Melodien auch rhythmisch vollkommen abrunden sollen, sowerden wir wünschen, dass ihr Anfangs-und Endlon rhythmischeHaupttheile seien und gewichtiger, nachdruckvoller hervortreten.

Die obige Melodie beginnt zwar mit einem Haupttheil, abersie schliesst nicht mit einem solchen, der Schlusston hat kcinen

*) Haupttheil nennen wir (wie die allg. Musiklehre S. 103 naher angiebt)den ersten Ton im Takte, Nebentkeil die andern. In zusammengesetztenTaktarten (z. B. dem aus zweimal drei Aehteln gebildeten Secbsachteltakle)heissen gewesner Haupttheil die zuvor in der einfachen Taktart Haupttheilegewesnen Töne, z. B. das vierte Achtel im Sechsachteltakte.