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bleiben und scliiebt ibn unvermeidlich auf die Bahn irgend eiuerManier und des Scblendrians, die den Kiinsller nicht das thunlassen , was seiner Aufgabe gemiiss ist, sondern , was ihm belie-big und bequem. Vor diesem Abwege, und dem noch unkünstle-rischern der Gesuchtheit und Bizarrerie bewahrt am sichersteneine treu nach allen Seilen hinausgeführte Bildung; sie gewöhntund befahigt den Geist, auch künftig nicht persönlicher Vorliebe,oder der nur Neues, Besondres suchenden Eitelkeit, sondernder künsllerischen Pflicht zu gehorsamen.
10 . Folgsamkeit des Schillers.
Die Studiën des Jüngers mussen aber nicht allein vollstandigsein, sie mussen sich auch streng der Ordnung des Lehrgangesbequemen. Dies ergiebt sich schon aus dein, was über die folge-richtige EnLwickelung einer Form aus der andern gesagt ist; esist keine derselben ohne die vorhergehenden zu gewinnen. Alleinwir mussen noch aus einem andern Grunde darauf aufmerksammachen. In nnsern mit Musik überfüllten Tagen namlich ist esnatürlich, dass Jeden eine Menge musikalischer Vorstellungen um-schweben, die sich in seme Arbeiten einschleichen mochten, bevornoch der Lehrgang aul' sie hingeführt hat. Wem fielen nicht beiden ersten Akkordenlwickelungen einige Harmonien ein, die erirgendwo gehort, und die ihm fiiglieh interessanter erscheinen mo-gen, als die bisher gelehrten? Dies ist natürlich kein Mangel derLehre, welche unmöglich alles auf einmal bringen, oder just daszuerst mittheilen kann, was Diesem oder Jenem ausser Ordnungund Zusammenhang eben einfallt. Ollenbar kaun eine folgerichtigeEntwickelung mit solchen zufalligen und unzeitigen Einschiebseinnicht bestehn, muss durch sie verwirrt und gestort werden. Wersich nun in seinen Uebungen dergleichen gestattet, wer sich nichtstreng auf die jedesmaligen Granzen und Grundsiitze beschriinkt,auf die ihn der Lehrgang geführt: der verletzt die Zucht derLehre, verwirrt sich selbst, und verliert die Sicherheit desG elingens.
Es siud aber nicht allein diese zufalligen Einmischungen, wel-che die Zucht der Lehre verbietet, sondern überhaupt alle Abwei-chungen. In dieser Hinsicht ist besonders zweierlei zu bemerken.Erstens kann man zu mancher Geslallung auf mehr als einemWege gelangen, da alle Kunstgestallungen auf vielfache Weise miteinander zusammenhangen*). Auch in diesen Punkten darf der
"') Wie ja selbst die strengslen Disziplinen , Mathematik und Philosophie,manchen ihrer Siitze von mebr als einem Punkt aus erweisen.