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wendung ist jedoch stets von Aussen bedingt, entweder durch einegegebne Melodie, die begleitel, aber nicht geschaflen oder verandertwerden soll, oder durch Beschrankung in den Mitlelu der Darstel-lung. Hauptzweck der bisherigen Lebre ist die Gewinnung derKunslmittel; selbst die eingefïihrlen Kunstformen sind nicht sowohl umihrer selbst willen (sie kchren spiiter erst mit zureicheuder Aus-slatlung wieder) eingeführt, als um jenes Zweckes willen. Dieseganze Enlwickelung nach ibrem Hauplinhalle benannt, stellt sichdemnach als
erster Theil
der r e i n e n K o m p o s i t i o n s 1 e h r e
dar. —
Von hier aus werden nach einander alle Kunstformeu ent-wickelt; sie treten hervor, je nachdem man das Vorhandne baldnach der einen, bald nach der andern Seite hin bewegt.
Zuerst fassen wir die musikalischen Salze in der Weise auf,wie wir sie im Obigen betrachtet, als bestellend aus einer Haupt-slinmie und begleitenden Nebenstimmen. Aus dieser Fassung,die wir die h om op h on e nennen, treten alle kleinern Formen,des Ta nzes, Marsches u. s. w. hervor, vollendeter, alsunter Grundlegung der Nalurharmonic im ersten Theil möglich war.
Sodann lassen wir die Harmonie als gleicbzeitige Verbindungvon Stimmen, deren jede selbsUindigen Gehalt und Karakter hat.;von hieraus bilden sich nach einander die Foimen polyphonerSchreibart aus: zunachst Figuration und Na c h a h m u n gmit den aus ilinen hervorgehenden Formen. Da nun aber in poly-phonen Siitzen keine Stimme Hauptstimme ist, sondern jede zu ihrerZeit vorherrschen kann und alle nach Selbstandigkeit trachten, soführt dies auf den Gedanken, von zwei oder melir polyplionen Stim-men jede zu ihrer Zeit als Hauptstimme zu gehrauchen. Dies leiletauf die Formen der Fuge, des Kanon u. s. w., die sich nachund aus einander entwickcln unter dem Gcsetze des eiufaehen,doppellen und ïiiehrfachen Konlrapunkls. Diese ganze Entwickelungstellt sich dar als
zweiter Theil
der r ein e n K o m p o s i t i o n s 1 e h r eoder
F o r m 1 e h r c,
und bcschliesst die reine Komposilionslehre, zu der die angewandtenaclist dem ihr unmiltelbar angehörigen In&alle noch vielfache Er-giinzungen nachbringt. Nanienllich werden hier diejenigeii zusam-mengeselzlen Kunstformen fliondo u. s. w.) gezeigt, die keinerbesondcrn Vorübung in der reincn Komposilionslehre bedürfcn und