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trachten liebt. Nur die falsche Theorie, die sich vom Wesender Kunst lossagt, ist diesem Wesen entfremdet und storend 5die rechte Theorie ist nichts anders, als das Bewusstsein vonder Kunst, das niemals dem rechten Kiinstler, wohl aber deinRoutinier und dem Handwerker fehlt. Man lese nur Gluck,und selbst den der Gefühlsseite zugeneigtern Mozart, manfrage hei Beethoven und Haydn an: sie haben das sichersteBewusstsein theils bewiesen theils ausgesprochen: nur wis-senschaftlichere Erziehung hat ihnen vielleicht, oder aussererAnlass gefehlt, eine ganz andre Theorie zu entwickeln, alsdie Nichtkiinstler. Auch sind sie alle und ihre hohen Genos-sen , was sie waren, nicht durch die alte Theorie geworden^sie wurden es vielmehr trotz ihrer, indem sie sich früh genugdurch eignesTiefsinnen die rechten Pfade gewannen, und —wie der unaufhörliche Widerspruch zwischen ihren Werkenund den alten Grundsiitzen erweiset — ihren Geist allenIrrungen, Hemmnissen und Qualereien üherlegcn zeigten.
Die Aufgabe des Kiinstlers ist unermesslich, seine Lehr-zeit endet nie, angestrengtestes Ringen wird ihm nie, bis andas letzte seiner Werke niemals erlassen. So mogen ihm dieVorqualen enthoben, die kostbaren Tage gespart, seine Krafteungesaumt und unzersplittert an die rechten, unerschöpfli-clien Aufgaben herangeführt werden. Dies ist das Ziel allerKunstlehre und mein Wunsch bei derHingabe diesesWerks.Berlin, am 23. August 1837.
A. 18. ll arx.