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1 (1852)
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ansehn müssen, wie Lehrer mit Wort und Schrift Künstleroder Kunstverstandige bilden wolIten, wahrend ihre eignenBeispiele bezeugten , dass ihnen selber die ersten Geschick-licbkeiten des Satzes abgjngen; und wie auf der andernSeite geschiekte Tonsetzer sich auch für die Lebre auf ihreeigne Thatfertigkeit mit Verschmahung jeder padagogischen,psychologiscben und sonstigen Hülfsbildung zu verlassenand zu beschranken wagten. Jene werden leicht in ihrerUnzulanglichkeit erkannt; nicht so die andern. Nur zu ver-breitet ist das Vorurtheil, dass ein geschickter, oder garausgezeichneler Komponist schon damit ohne Weiteres auchein geschickter Lehrer sein rniisse, wahrend doch dieUnentbehrlichkeit der weitern einem Lehrer nöth igen Ei-genschaften so leicht in die Augen lallt, die Padagogiklangst dariiber Aufklarung gehoten und die Erfahrung sooft (z. B. an W. A. Mozart und L. v. Beethoven) gezeigtbat, dass Künstlertiichtigkeit und Lehrertiichtigkeit nicht sooft und nicht so nothwendig verhunden sind, um von derGrosse der einen auf die der andern sicher zu schliessen.Der Kunstlehrer muss die volle Bildung und den Geist, dieBeseelung des Künstlers in sich haben, muss Künstler sein;aber er kann iiberdem den vollen Beruf und die Ausbildung,Gewandtheit, Erfahrung, die ganze Tüchtigkeit des Lehrersund Piidagogen nicht entbehren. Wie selten und scliwersich auch die doppelseitige Befahigung linde oder erreiche,man wird bei reiflicherm Nachdenken doch nicht umhinkönnen , ihre Nothwendigkeit einzugestehn.

Diesen Ansichten gemass ist nun mein Lehrverfahrendurchaus und vom ersten Anfang an auf Anschauung undThat hingerichtet. Nur soviel wird in reiner wörtlichcrLehre vorausgeschickt, als nöthig ist, den Schüler mit demLehrverfahren und seiner Mitthiitigkeit bekannt zu machenund auf den Anknüpfungspunkt der kiinstlerischen Arbeit zuversetzen. Von der ersten Notenreihe (der Durtonleiter)nimmt die Unterweisung ihren eigentlichen und bleibenden