29) Johann Jacob Frobei'ger, 385
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Als Beispiel der °/ 4 -taktigen Gigue erwähnen wir noch den Anfangder handschriftlichen -V moll-Gigue des 4. Buchs:
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Diese Gigue ist die einzige, in welcher Froberger am Schlußeinen Wechsel in der Taktart vornimmt. Es tritt nämlich vomviertletzten Takt an, welcher in der gedruckten Ausgabe, wo dieseSuite ebenfalls zu finden ist, die Bezeichnung «ä äisorstion« trägt,V 4 -Takt an die Stelle des bisherigen «/ 4 -Takt.
Seine Themen führt Froberger mit meisterlicher Gewandtheitin Art eines durch, ohne sich jedoch über Stimmenführung
große Skrupel zu machen. Diese melodiösen Stücke haben dadurcheinen eigenthümlichen Reiz, daß bald aus hoher Kantilene, baldaus der Tiefe des Basses heraus das Thema uns neckisch ent-gegenklingt. In zwei Kompositionen dieser Art weicht Frobergerim zweiten Theil von seinem Anfangsthema ab, einmal in derdritten Gigue der Roger'schen Ausgabe durch eine, wenn auch un-bedeutende, rhythmische Veränderung des Themas, dann aber inder 9. derselben Ausgabe durch vollständiges Aufgeben des altenThemas, für welches er ein neues, beweglicheres einführt. AlsBeispiel seiner Art sei hier noch eine Gigue erwähnt, welche wirals bis jetzt unbekannt in dem Tabulatur-Manuskript finden, wosie als eine Komposition Froberger s bezeichnet ist. Es ist eine imleichten °/z-Takt graziös und munter dahinfließende Melodie, einSalon-Stückchen, das durch seine mit p. bezeichnten Wiederholun-gen von melodiösen Wendungen im zweiten Theil an die vorherbei der Sarabande gemachten Beobachtungen erinnert.
Am Schluß wollen wir noch einer Äußerung Hnygens' übereine Gigue von Froberger gedenken, die wir aus der Korrespondenzcitiren. In treuer Erinnerung an seinen unvergeßlichen Freund schicktdieser im Jahre 1675, also 8 Jahre nach des Künstlers Tode, demals Lautenspieler damals berühmten Saint Luc, dessen »savantsoroille« er schätzte, »14146 O 1 AU 6 Ü6 tou Io ArMÜ bü'oboi'AÜoi'«,