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Franz Beier.
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unseres «rubato« gespielte Allemande nahezu dm Charakter einerDeklamation erhält. Als das vielleicht am besten passende Beispielhierfür ist das stimmungsvolle, inr Allemandenstil komponirte Im-monto zu nennen. *) Einen unbeabsichtigt komischen Eindruck machtleider am Schluß die unglückselige g-lissancko zu spielende Ödur-Tonleiter, „die Himmelstreppe" oder „Jakobsleiter", wie Ambrosspottet, welche die Himmelfahrt des höchstseligen Ferdinandi IV.veranschauliche.
Froberger ist hier einer Gefahr zum Opfer gefallen, die ausseinen Bestrebungen, den inneren Vorgängen der Seele in TönenAusdruck zu geben, leicht hervorgehen konnte, nämlich diese Be-strebungen auf das realistische Gebiet äußerer Erscheinungen auszu-dehnen und damit auf die bedenkliche Bahn der Tonmalerei zu ge-rathen.
Daß der Meister diese Versuche wiederholt und wahrscheinlichmit demselben Erfolg gewagt hat, sehen wir aus einem BerichtMattheson's, der uns in seiner „Ehrenpforte" erzählt, daß ermanuskriptlich von Froberger besessen habe: »Llainta, Lits äDonäros, paar xusser la mölaiioolia, wobei eine Beschreibungdesjenigen, so ihm zwischen Paris und Calais sowohl als zwischenCalais und England von den Land- und Seeräubern widerfahren,auch daß ihn der Engländische Organist gescholten, bei dem Armzur Thür geführt und mit dem Fuß hinausgestoßeu. Jugleicheneine Vllomancks, laitö 611 M 88 Uiit 1 s Uliiu ckans NH 6 baigus 611Ai-anä peril, mit einer ausführlichen Beschreibung . . . ."
Von derselben letzten Allemande berichtet Mattheson an eineranderen Stelle, daß in ihr „die Überfahrt und die Gefahr, so sieauf dem Rhein ausgestanden, in 26 Noten-Fällen (?) ziemlich deut-lich vor Augen und Ohren gelagert wird." Von beiden jedenfallsinteressanten Allemanden hat sich bis jetzt noch nichts angefunden.
In Beziehung auf die äußere Form hat die Allemande, miteinem Auftakt beginnend, keine fest begrenzte Taktzahl, wie wirsie eher bei den anderen Tänzen der Suite beobachten können. Esschwankt die Zahl zwischen 9 und 12 . Sie ist, wie auch die an-dern Stücke, zweitheilig, ohne daß der erste Theil ein anderes Über-
*1 Diese Komposition sowie die aus S. 26—2g erwähnten sind in Abschriftvon der Verlagshandlung zu beziehen.
„Vollkommener Capellmeister". S. 130.