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Franz Bein.
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vorausgesetzt, daß nicht nach freier Wahl die eine oder die andere,sondern jedesmal sowohl Tanz als Double gespielt worden sind.Froberger, der die Kenntnis der Double wohl seinem Aufenthalt inFrankreich verdankt, macht auch nur einen sehr mäßigen Gebrauchvon ihr. Bisher kannten wir sie nur aus seinen Mayrin-Partiten,wo sie als Anhängsel der Courante nach sechs vorangegangenen Va-riationen über dasselbe Thema auch nicht gerade allzu erfrischend wirkt.
Die jetzt hinzukommenden Doubles des Tabulaturmanuskriptslassen den Froberger schen Stil sehr wohl erkennen und wir habendaher nicht Veranlassung, sie ihrer Seltenheit wegen als den Aus-fluß einer anderen variirfrohen Feder anzusehen.
Über die Notirungsweise, die der Meister bei der Aufzeichnungseiner Suiten beobachtet hat, bemerken wir noch, daß er durchwegden Sopran- und Baßschlüssel anwendet und nur in zwei Suitendes 4. Buchs der Wiener Handschrift sich des O- und des Bariton-schlüssels bedient.*)
Wenden wir uns jetzt zur Betrachtung der einzelnen Theileder Froberger'schen Suite.
Als „eine aufrichtige Teutsche Erfindung",**) steht die Alle-mande an der Spitze der Suite. Mattheson charakterisirt sie als„eine ernsthafte und wohl ausgearbeitete Harmonie, welche das Bildeines zufriedenen oder vergnügten Gemüths trägt, daß sich an guterOrdnung und Ruhe ergehet."
Wohl zu unterscheiden von dem wirklichen, noch jetzt stellenweisein Süddeutschland heimischen Nationaltanz im oder ^-Takt,eröffnet sie den Reigen der Tänze in gemessener, ruhiger Bewegungim 4/j-Takt. Wie in den Suiten der späteren Zeit tritt sie auch beiFroberger der Form nach entwickelter und kunstgemäßer als die fol-genden Theile auf. Reichthum in der Melodie und Fülle in derHarmonie zeichnet sie unter der Tanzgruppe aus, und, da ihre Formeine größere Ausdehnung und Entwickelung gestattet, bietet sie demKomponisten vor Allem Gelegenheit zum Ausdruck subjektiver Em-pfindungen. Solche Stimmungsbilder erkennen wir auch in denFroberger'schen Allemanden.
a) Iik>. IV, pari. IV, 2. Suite: ^.-dur-Courante.
I>1 lid. IV, pari. IV, 5. Suite: v-dur-Courante und Sarabande.
Matthesou, „Vollkommener Kapellmeister" und „Kern melodischer Wis-senschast."