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Franz Beier.
I
cis
befindet. In diesem werthvollen Buche finden wir außer den unsaus der Wiener Handschrift von 1649 bekannten Mayrin - Partiten7 Suiten, 1 Allemande und Courante und eine Allemande und Gi-gue, als deren Komponist Froberger bezeichnet ist. Nur zwei vonihnen, die Suiten in 6- und 6dur und die Allemande und Gigue inOmoll kennen wir aus der Wiener Handschrift (lib. II. xni-t. IV.).
Mit diesen bisher unbekannten 5 Suiten und der Allemandeund Courante in vmoll haben wir also jetzt, da von den 10 Suitender gedruckten Ausgabe zwei in der Wiener Handschrift von 1656stehen,*) 23 Suiten, das Immento, die Mayrin und die vmoll-Allemande und Courante des Tabulatur-Manuskripts. Es grnppirensich, wie schon bemerkt, bei Froberger vier Tänze, die Allemande,Courante, Sarabande und, wenn auch nicht durchweg, die Giguezu einer Suite. Gleiche harmonische Grundlage und Tonart undvielfach beobachtete Identität der Motive, die dann allerdings einer-rhythmischen Veränderung unterliegen, bilden das Band ihrer Ver-einigung.
Die Suiten des 2. Buches der Wiener Handschrift haben mitAusnahme der 2. (vmoll) keine Gigue. In dem Tabulatur-Sammel-band aber finden wir die Odur- und 6dur-Suite der Wiener Hand-schrift mit einer Gigue schließend. Indessen erregen nicht so derUmstand, daß diese beiden Gigues die Wiener Handschrift nicht auf-weist, — die 5. (^.dur) Suite der gedruckten Roger'schen Ausgabeenthält ebenfalls eine in derselben Suite des 4. Buchs der WienerHandschrift nicht befindliche Gigue — wohl aber die Haltung derHarmonie und Modulation und in der 6dur-Suite die anhaltendeTerzenbewegung der Oberstimmen, welche zwei Takte hindurch überdem drei Oktaven tiefer ertönenden 6 und v des Basses schweben,unsere Zweifel an der Echtheit und lassen diese beiden Gigues alseine Znthat aus späterer Zeit erscheinen. Während in Tanzsamm-lungen früherer Zeiten die einzelnen Tänze ohne bestimmte Ordnungund Plan neben einander gestellt waren, finden wir sie bei Fro-berger in einer wohlerwogenen Reihenfolge, welche die Absicht nichtverkennen läßt, durch Erzielung eines gewissen Kontrastes der Theiledie Wirkung des Ganzen zu erhöhen. Wenigstens erkennen wir die-
*> Die 5. Suite s^-dur) steht als 2. in der Wiener Handschrist llid. IV.xnrt. IV.s, und die 8. I-l.-moll1 steht am selben Ort als 4. Suite, mit der Ab-weichung, daß hier die Gigue an zweiter Stelle ist.