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Über Johann Jacob Froberger's Leben und Bedeutung für die Geschichte der Klaviersuite : Dissertatio inauguralis quam consensu et auctoritate Amplissimi Philosophorum ordinis in Academia Rostochiensi ad Summos in philosophia honores rite capessendos
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Johann Jacob Frobcrger,

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Erste, seine Tänze in wirklichen Gruppen, die er indessen nochnicht Suiten sondern Partiten nennt; und zwar vereinigen sich beiihm durchweg die Allemande, Courante, Sarabande und zumgroßen Theil noch die Gigue zu einem ganzen Tanzbild.

An dieser Stelle wollen wir nur aus den merkwürdigen varia-tionenartigen Zusammenhang der Stücke Hinweisen, der, schon beiFrescobaldi angesangen, zur vollständigen Variation ausgebildetbei Froberger erscheint, obwohl der Name Partite noch bleibt.

So sehen wir die Variation sich hier aus dem Zwang ent-wickeln, den die Rhythmnsveränderung im Tanzschritt aus denKomponisten, der an der einmal concipirten Tanzweise sesthielt,ausübte. Sind nun auch die Stücke Frescobaldi's ebensowenigwie Froberger's ihrer schematischen Form nach wirkliche, zur Be-gleitung der Tanzbewegungen eigens komponirte Tänze, so sind siedoch als solche gedacht und geben das Charakterbild derselben. VonFroberger's Tanzpartiten, denen wir den erst nach ihm eingesührtenNamen Suite geben, finden wir zehn »inairu proprio.« ge-schriebene und außerdem die zu ihnen gehörenden Partiten »sopraLla^rirr« und das »Damento« in den bekannten Wiener Handschriftenvon 1649 und 1656, welche er dem Kaiser Ferdinand III. ge-widmet hat. In der Handschrift von 1649 (11b. II. pait. IV.)befinden sich 5 Suiten und die Partiten »sopra Nayriir», die mit inden Kreis dieser Kompositionen gehören, da hier der sechsten schönenchromatischen Partite eine Courante mit Double und Sarabandefolgen.

Die Handschrift von 1656 stib. IV. part. IV.) enthält eben-falls fünf Suiten und das »llainonto« mit Gigue, Courante undSarabande.

Außer diesen beiden Handschriften, die für uns jedenfalls diebesten Quellen für ein eingehenderes Studium Froberger'scherKompositionen sind, finden wir noch in folgenden SammlungenSuiten dieses Komponisten. Zunächst in der gedruckten Ausgabemit dem Titel: »10 Kuittos cko Olavessiir, 00MP08668 par Vloirs.Oiaoomo VroborAue, soooriäo oäitioir tres exaotomont oorri»öoä Viiisterckairr ollor: VstioonL IloAor Narollairt librairs«. Schließ-lich haben wir noch eine interessante Quelle in einem bisher nochunbekannten Sammelband in deutscher Tabulatur aus dem Jahre1698, welcher sich im Besitz des Herrn Professor Spitta in Berlin

Musikal. Vorträge. V. 27