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Über Johann Jacob Froberger's Leben und Bedeutung für die Geschichte der Klaviersuite : Dissertatio inauguralis quam consensu et auctoritate Amplissimi Philosophorum ordinis in Academia Rostochiensi ad Summos in philosophia honores rite capessendos
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Franz Beier.

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unter den Instrumenten erkennend suchte er die demselben damalsnoch sehr eng gesteckten Grenzen zu erweitern und schuf daniit einenneuen, freieren, von seinen Nachfolgern nach ihm benannten Stil.Es besteht diese Neuerung im Wesentlichen in der größeren Aus-nutzung der natürlichen Begabung des Instruments, welches wiekein anderes in dem Grade einmal eine reiche Behandlung der Har-monie und dann die Einführung eines bunten Figurenwerks gestattet.Während die erste Eigenschaft dem Klavier etwas Orchestermäßigesverleiht und es durch seine Begabung für akkordische Wirkungen zurErsetzung vieler Instrumente befähigt, deren Zusammenwirken ersteine Erzeugung von Akkordmassen ermöglicht, so giebt ihm die letzteeine ganz exceptionelle Stellung, insofern eine Wiedergabe der Kla-vierpassagen den andern Instrumenten oft sehr schwer, wenn nichtgar unmöglich ist. Es kennzeichnet eben die entwickeltere Klavier-musik ihr Gegensatz zum Orchestersatz.

So verstehen wir sehr wohl die Äußerung des DanzigerKapellmeisters Valentin Meder, welcher in einem Briefe vom14 . Juli 1709 an denehrlichen" Christoph Raupach schrieb:*)Ein gewisser Liebhaber der Musik habe ihn gezwungen, Frober-ger's sein Nomonto mori auf Violen anzubringen und mit insKonzert zu mischen: er hätte auch dessen Verfassers DonGo-ru ausdem lkmoll mit beifügen sollen, solchen Eigensinn aber von sichabgelehnt, indem besagtes Tombsau sehr ineinander gestochten undsich mit Geigen nicht sowohl ausdrucken lassen. Ein anderes seiein Clavicordium, ein anderes die Violin."

Vor Allem bilden die für die Entwicklungsgeschichte der Suiteäußerst wichtigen Froberger'schen Tanz-Partiten, auf die wir jetztnäher eingehen wollen, ein werthvolles Dokument für dieSetz-manier" dieses Meisters.

Auch sein großer Lehrer Frescobaldi hatte Tanzstücke geschrie-ben. Es ist dies eine allerdings stilvoll gehaltene Salonmusik,die aber noch des festen inneren Zusammenhangs der Theile ent-behrt, wie wir ihn später finden, wo sich die Tänze zu Gruppen,zu Suiten vereinigten. Frescobaldi nennt seine TanzmelodienBalletts, Corrente, Passacaglio, Gagliorda, Ciaconna. SeinSchüler Froberger bringt schon, wie wohl anzunehmen ist als der

Mattheson, Ehrenpforte.