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Franz Beier.
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alten kaiserlichen Beschützers Ferdinand's III. , welcher im Jahre1657 starb, der Verleumdung das Feld räumen mußte. Was galtdamals in Deutschland, das noch lange unter den Folgen des un-seligen Religionskrieges zu leiden hatte, ein großer Künstler, einbedeutender Komponist! Mit gerechter Entrüstung äußert sichAmbros über die damaligen, im Verhältnis zu anderen Ländernfast barbarischen Musikzustände Deutschlands: „Der große Ton-
setzer, der edelste Musiker, wurde kaum noch vom herumstrolchen-den Musikanten unterschieden — im glücklichsten Falle war er„Hausosficiant" eines Großen oder Kirchendiener. Noch JosephHaydn und Mozart litten unter diesen Verhältnissen."
Unter einer solchen Beleuchtung jener Zeit kann uns Frober-ger's Geschick nicht mehr so wunderbar erscheinen, daß wir seineEntlassung als eine Folge selbstbegangener Ausschreitungen ansehenmüßten.
Man kann sich eines tiefen Mitgefühls nicht erwehren bei demGedanken, daß nun der schon alternde Meister nach rühmloserEntlassung vom Wiener Hofe, dem er 20 Jahre mit Auszeichnungangehört hatte, noch einmal zum Wanderstab greift, um im Aus-land Anerkennung und Lohn zu suchen.
Er wandte sich, wie wir gesehen haben, nach England, wodem deutschen Tonkünstler — was uns auch Händel's und HaydnsLeben zeigt — immer für die Kunst begeisterte und opferfreudigeHerzen schlugen. Im Jahre 1759 , ungefähr 100 Jahre nach Fro-berger's Londoner Reise, fand sein großer Landsmann Händel,1685 zu Halle geboren, in demselben Lande, das ihn am meistengefeiert, sein letztes Asyl in der Westminster-Abtei.
Unsere Nachrichten über diesen Londoner Aufenthalt beschrän-ken sich bis jetzt aus die schon erwähnte Mattheson'sche Überliese-rung, die trotz dessen Versicherung, sie nach Froberger's eigenenAufzeichnungen niedergeschrieben zu haben, zweifelhaft genug er-scheint. Nehmen wir den vielbesungenen Piratenüberfall als histo-risch, so bleibt doch die Art und Weise, wie unser damals dochweltberühmter Meister über Scheltworte und Fußtritte hinweg durcheine Damenbekanntschaft endlich zur Anerkennung gelangt, immer-hin märchenhaft genug.
Die Dauer seines dortigen Aufenthalts und das Datum seinerBerufung nach Hericourt wissen wir nicht. Sein vielbewegtes,