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Über Johann Jacob Froberger's Leben und Bedeutung für die Geschichte der Klaviersuite : Dissertatio inauguralis quam consensu et auctoritate Amplissimi Philosophorum ordinis in Academia Rostochiensi ad Summos in philosophia honores rite capessendos
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Franz Beier.

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Den Bemühungen G. Nottebohm's*) haben wir ferner folgendeDaten aus den in der Hofbibliothek zu Wien befindlichen kaiser-lichen Hofzahlmeisteramtsrechnungen zu verdanken, die uns weitereSchlüsse ermöglichen.

Wir finden hier über Froberger's Schülerfahrt zu feinem großenLehrer Frescobaldi die Notiz vom 22. Juni 1637:

Johann Jacob Froberger bittet, ihn vertrösteter Maßen nachRom zu Frescobaldi abgehen zu lassen. Es werden ihm 200 Guldenbewilligt."

Hieraus geht mit Evidenz hervor, daß das Geburtsjahr be-deutend zurück zu datiren ist. Eine genaue Feststellung desselben istindessen noch nicht möglich.

Auf Nottebohm's Veranlassung hat Professor Dümmler inHalle weitere Nachforschungen in den Kirchenbüchern der vier altenKirchen der Altstadt angestellt, aber in dem Zeitraum von 16201637 keine Familie des Namens Froberger gefunden.

Da wir hiermit noch keine rechte Veranlassung haben, an derRichtigkeit der Überlieferung, die durchweg Halle seinen Geburtsortnennt, zu zweifeln, müssen wir annehmen, daß er vor 1620 ge-boren worden ist. Hierin werden wir durch die Bemerkung Mat-theson's bestärkt, wonach er einige sechzig Jahr alt geworden ist.Ferner lassen die Art und Umstände seines Todes ihn uns als Greiserscheinen, der sich dem Tode nicht mehr fern glaubt. Hören wirdie betreffende Stelle aus dem ersten Briefe der Herzogin:

Allein verbleibe ich, leider Gott erbarm's! nur eine geringehinterlasseue Scholarin meines lieben, ehrlichen, getreuen undfleißigen Lehrmeisters seligen Herr Johann Jacob Froberger, kais.Mas. Kammer-Organist, welcher heut sieben Wochen Abends nachfünf Uhr unter währendem seinem Vespergebet von dem lieben Gottmit einem starken Schlagfluß angegriffen worden, nur noch etlichMal stark Athem geholt und hernach ohne Bewegung einiges Glied'sso sanft und, wie ich zu dem lieben Gott hoffe, selig verschieden.Denn er noch die Gnad von Gott gehabt, daß er niedergekniet lautgesagt: Jesus, Jesus, sei mir gnädig, und somit zurückgeschlagenVerstand und Alles hin."

Mus. Wochenblatt. Leipzig 1874, S. 888.