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Franz Beier.
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Bemerkung: „wie mich dessen ein Anverwandter von ihm gewiß ver-sichert." Wie gröblich sich dieser Anverwandte mit seiner Versicherungan seinem berühmten Vorfahren vergangen hat, zeigt uns der ersteBrief der Herzogin. Den Mattheson'schen Angaben folgen die spä-teren Biographen.
Als letzte, bisher noch nicht erwähnte ältere Notiz über Fro-berger bringen wir hier noch die des preußischen Geheimraths Chri-stoph von Dreyhaupt. Dieser nennt in seiner 1755 zu Halle er-schienenen Beschreibung des Saalkreises (I'gAus nelotioi st nnckioi)im 23. Buch unter der Überschrift: „Lebensbeschreibung gelehrterund berühmter Leute, die entweder zu Halle geboren oder daselbstin Bedienung oder Ehrenämtern gestanden haben" Froberger „einenMusikus von Halle gebürtig, allwo sein Vater Kantor gewesen".
Bekannt sind die novellistischen Bestrebungen der neueren Bio-graphen Schilling*) und Mtis, die dem wandernden Künstler höchstromanhafte Erlebnisse, von denen er gewiß bei seinen kühnsten Reise-träumen nichts geahnt hat, angedichtet und somit eine „Kunstnovelle"geliefert haben, „zu deren Ausstattung für Damenboudoirs nur nochGoldschnitt und Seideneinband fehlt".**)
Wir treffen unfern Meister bei ihnen auf hoher See in einemKampf mit Seeräubern, deren meuterischen Händen er durch einengewagten Sprung in das nasse Element entgeht. Hätte es zu derZeit noch musikalische Delphine gegeben, so würde ihn wohl einArionritt, der ja doch seinen älteren lesbischen Kollegen gerettethaben soll, der großen Anstrengung enthoben haben, die ihm seineBiographen zumuthen, indem sie ihn schwimmend das rettende Ge-stade erreichen lassen. Aller Habe entblößt bettelt sich der Schiff-brüchige nun bis London durch, kommt wieder durch einen aben-teuerlichen, mit großem Behagen genau berichteten Zufall in diemitleidigen Hände des Hoforganisten, wird dessen Balgtreter, erhältbei einer Hoffestlichkeit wegen unaufmerksamen Tretens einen Fuß-tritt von seinem gestrengen Principal und darauf, als er von einerDame am königlichen Tisch rekognoscirt wird, des Königs höchst-eigene Kette um den Hals.***) Der glückliche Froberger!
*) Universallexikon der Tonkunst. 1836. Stuttgart.
**1l Ambros, Musikgeschichte, Band IV.
***! Diese ergötzliche Fußtrittgeschichte erzählt allerdings auch schon Mattheson.