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Über Johann Jacob Froberger's Leben und Bedeutung für die Geschichte der Klaviersuite : Dissertatio inauguralis quam consensu et auctoritate Amplissimi Philosophorum ordinis in Academia Rostochiensi ad Summos in philosophia honores rite capessendos
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Johann Jacob Froberger.

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Diese Briefe der Herzogin Sibylla und von Huygens sind vongroßer Wichtigkeit für die Biographie Froberger s, indem sie es unseinmal ermöglichen, durch urkundliche Angabe seines Todesjahresbei der Feststellung anderer Daten der Wahrheit näher zu kommen,und außerdem über seinen Charakter und sein Verhältnis zur dama-ligen Mnsikwelt genauere Kunde geben.

Werfen wir einen Blick auf die Angaben seiner alten Bio-graphen.

Mattheson giebt in seiner 1740 erschienenenEhrenpforte" dasJahr 1635 als dasjenige an, in welchem Froberger als der Sohneines Kantors zu Halle geboren sei. Im Jahre 1650 läßt er ihnvon einem schwedischen Gesandten, der nach Halle gekommen (!) vonseiner schönen Stimme entzückt worden sei, nach Wien zu Ferdi-nand III. bringen, der ihn:zum berühmten Girolamo Frescobaldi,Organist zu St. Peter in Rom, in die Lehre thun ließ, damit erhernach Kaiserlicher Hoforganist werden möchte, welches er auch1655 geworden ist. In Mainz soll er nach seiner Entlassung vomHofe einige sechzig Jahre alt unverheirathet verstorben sein."

Johann Gottfried Walther, der wohl gegen eine genauere Fixi-rung der Daten, wie sie Mattheson mit entschiedenem Unglück ge-wagt hat, gerechtes Bedenken gehabt haben mag, bringt dieselbeGeschichte schon 1732 in seinem zu Leipzig erschienenen Lexikon.Froberger's in Mainz erfolgten Tod stellt er bestimmt hin mit der

*) Da noch etwaige Nachrichten und vielleicht Briefe von Froberger's Handin der großen, erst zum geringen Theil veröffentlichten Huygens'schen Korrespon-denz (welche aus 533 lateinischen und 1352 französischen Briefen besteht und sichim Besitz der Bibliothek der Königlichen Akademie der Wissenschaften in Amster-dam befindet), zu vermuthen waren, so wandte ich mich an den Herausgeber derKorrespondenz, Herrn Professor Jonckbloet im Haag, der Vaterstadt Huygens'.Durch dessen gütige Mittheilnng erfuhr ich, daß die Briefe von Huygens im Be-sitz der Königlichen Bibliothek in Amsterdam, und die an ihn im Besitz der Uni-versitätsbibliothek ,zu Leyden wären, daß aber an beiden Stellen nichts Weiteresüber Froberger zu finden wäre. Jndeß ist es doch möglich, daß bei der Art, wiediese Briefe in Autographensammlnngen zerstreut worden sind, ein Suchen in dieserRichtung nicht erfolglos bleiben würde. Wie ich in Erfahrung gebracht habe, isterst vor Kurzem wieder eine größere Autographensammlung, worunter sich vieleBriefe von und an Huygens befanden, bei Frederic Müller in Amsterdam ver-steigert worden.