476
zu betrachten, die sich mit den „ferneren Gedanken zu derZukunft unserer Bildungsanstalten“ (Band IX 344 ff.) berühren.
11. Dasselbe gilt von dem unter 11 (S. 439) mitgetheiltenGedanken.
12 und 13. Auch die Aphorismen über den „Don Quixote“(S. 439) und das „schöne Wetter“ (S. 439) sind höchst wahr-scheinlich Anfang October 1872 auf dem Splügen aufgezeichnet.
14. Der Gedanke über die Herstellung des Christenthumsdurch einen grossen Künstler (S. 439) stammt aus den Ent-würfen zum David Strauss, vom April bis Mai 1873.
15. „Gegen die lyrische Poesie bei den Deutschen“(S. 440) ist im Herbst 1875 niedergeschrieben, als Nietzsche,durch das Lob einer Freundin bewogen, Mörike’s Gedichtewieder las. Bedeutungsvoll ist der sehr verstärkt in der Götzen-dämmerung (Band VIII 167) wiederkehrende Hinweis aufHoraz.
16. „Die Rhythmik der Griechen“ (S. 440fr.). Dieerste der hierunter mitgetheilten Stellen ist eine 1871 nieder-geschriebene kurze, vorläufige Fassung von Ideen, die Nietzschewährend seiner ganzen baseier Zeit beschäftigt haben. ImWinter 1870/71 las er ein Colleg über „Griechische Metrik“,in dem er die landläufigen Theorien über antike Metrik undRhythmik bekämpfte und ein neues eignes System in denGrundzügen aufstellte. In den Vorlesungen über die „Encyklo-pädie der Philologie“, die er im Winter 1873/74 hielt, wieder-holte er seine rhythmischen Grundgedanken in kürzerer Fassung.Die Absicht, diese Ideen mit breiter wissenschaftlicher Begrün-dung in einer eignen Schrift zu bearbeiten, kehrt bis zum Ab-schluss seiner baseier Lehrthätigkeit immer wieder. Seine sehrumfänglichen metrischen Vorarbeiten und die verschiedenenVersuche einer zusammenhängenden Darstellung dieser Ideensind vorhanden: das Wesentliche davon ist im philologischenAnhänge dieser Gesammtausgabe herauszugeben. — Die aufSeite 441—443 mitgetheilten Gedanken sind der Abdruck einesim Jahr 1888 (höchst wahrscheinlich im Frühjahr) an Dr. Carl Fuchsgerichteten Schreibens. Dr. Fuchs hat es in der „Zeit“ (Jahr-