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Verinuthlich schon 1874 schreibt er folgenden Plan nieder:„Zu überlegen und vorzubereiten: Der rhetorische Satzund sein Analogon in der Musik. Zum Beispiel derFragesatz, erst aus der Vocalmusik, dann, mittelst der ge-wonnenen Gesichtspunkte auch aus der Instrumentalmusik nach-zuweisen (melodisch, rhythmisch, harmonisch).
Dann die Interjection, das Ausrufezeichen.
Dann der Conditionalsatz „wenn“.
Dann der Satzaccent.
Dann die rhetorischen Figuren.“
Wir Philologen.
Die Keime der Betrachtung „Wir Philologen“ (S. 301 -378) gehnin Nietzsche’s Leipziger Jahre zurück, als er, aus den Erfahrungenseiner eignen philologischen Studien heraus, allerlei Gedankenüber Litteratur- und Geschichtswissenschaft, philologische Me-thode u. s. w. aufzeichnete. (Vgl. Biographie I, Anhang.) Inden Vorarbeiten zu seiner Antrittsrede in Basel sind wiederverwandte Gedanken, desgleichen in den Vorträgen über die„Bildungsanstalten“. Schon im Herbst 1869 findet sich derBuchtitel: „Die Philologie der Gegenwart und Zukunft“; 1871der Titel: „Über die Zukunft der Philologie“. Im October 1874scheint ihm der Inhalt dieser Unzeitgemässen Betrachtung „un-gefähr aufgegangen“ zu sein, im Februar 1875 er die
Vorarbeiten in Angriff, die im März während eines Besuchsdes hülfreichen Freundes Freiherrn C. v. G. rüstig gefördertwerden, da die Schrift bis Ostern fertig werden soll. Dochschreitet sie im April nur langsam voran: „Fleiss und Geistund Muth fehlt noch für’s Ganze“. Im Mai beim Beginn desSommersemesters wird die Schrift zurückgelegt: „die Tagesarbeitfür alle Collégien (13 Stunden) zwingt, ich habe keine Zeit“.Im October schreibt er darüber: „Alles ist selbst erlebt unddeshalb windet es sich etwas schwer von mir los“. Er nimmtdie Arbeit im Herbst nochmals zur Hand, ohne erheblichweiter zu kommen: sie bleibt endgültig liegen, nachdem sie in