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10 : Abth. 2, [Nachgelassene Werke] ; Bd. 2 (1896) Schriften und Entwürfe 1872 bis 1876 : Die Philosophie im tragischen Zeitalter der Griechen; Über Wahrheit und Lüge im aussermoralischen Sinne; Der Philosoph; Die Philosophie in Bedrängniss; Nachträge und Vorarbeiten zu den Unzeitgemässen Betrachtungen; Prometheus; Einzelne Gedanken und Entwürfe
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Verinuthlich schon 1874 schreibt er folgenden Plan nieder:Zu überlegen und vorzubereiten: Der rhetorische Satzund sein Analogon in der Musik. Zum Beispiel derFragesatz, erst aus der Vocalmusik, dann, mittelst der ge-wonnenen Gesichtspunkte auch aus der Instrumentalmusik nach-zuweisen (melodisch, rhythmisch, harmonisch).

Dann die Interjection, das Ausrufezeichen.

Dann der Conditionalsatzwenn.

Dann der Satzaccent.

Dann die rhetorischen Figuren.

Wir Philologen.

Die Keime der BetrachtungWir Philologen (S. 301 -378) gehnin Nietzsches Leipziger Jahre zurück, als er, aus den Erfahrungenseiner eignen philologischen Studien heraus, allerlei Gedankenüber Litteratur- und Geschichtswissenschaft, philologische Me-thode u. s. w. aufzeichnete. (Vgl. Biographie I, Anhang.) Inden Vorarbeiten zu seiner Antrittsrede in Basel sind wiederverwandte Gedanken, desgleichen in den Vorträgen über dieBildungsanstalten. Schon im Herbst 1869 findet sich derBuchtitel:Die Philologie der Gegenwart und Zukunft; 1871der Titel:Über die Zukunft der Philologie. Im October 1874scheint ihm der Inhalt dieser Unzeitgemässen Betrachtungun-gefähr aufgegangen zu sein, im Februar 1875 er die

Vorarbeiten in Angriff, die im März während eines Besuchsdes hülfreichen Freundes Freiherrn C. v. G. rüstig gefördertwerden, da die Schrift bis Ostern fertig werden soll. Dochschreitet sie im April nur langsam voran:Fleiss und Geistund Muth fehlt noch fürs Ganze. Im Mai beim Beginn desSommersemesters wird die Schrift zurückgelegt:die Tagesarbeitfür alle Collégien (13 Stunden) zwingt, ich habe keine Zeit.Im October schreibt er darüber:Alles ist selbst erlebt unddeshalb windet es sich etwas schwer von mir los. Er nimmtdie Arbeit im Herbst nochmals zur Hand, ohne erheblichweiter zu kommen: sie bleibt endgültig liegen, nachdem sie in